Anzeige
Vorzeigeprojekt Dorferneuerung

Diese Baumaßnahmen stehen in Borsum kurz vor dem Abschluss

Borsum - Die letzten Projekte im Zuge der Dorferneuerung von Borsum sind in Arbeit und sollen noch bis Weihnachten abgeschlossen sein.

Josef Stuke, Reiner Weber, Johannes-Benedikt Kellner und Michael Scholz (von links) begutachten die ortsbildprägende Baumaßnahme in der Denkmalstraße. Foto: Hans-Theo Wiechens

Borsum - Auf Hochdruck laufen derzeit zwei Dorferneuerungsprojekte in der Ortschaft Borsum. Noch bis Weihnachten soll der Ausbau der 120 Meter langen und 3,50 Meter breiten Straße hinter dem Sonoyta-Platz in der Denkmalstraße sowie der Ausbau des Fußweges Am-Hohen-Turm von der Martinstraße bis zum Maschplatz abgeschlossen sein. Die Gemeinde Harsum und die Baufirmen hoffen, dass das Wetter dabei mitspielt.

200.000 Euro für Denkmalstraße

Die Kosten für den Straßenausbau in der Denkmalstraße belaufen sich auf rund 200 000 Euro. Dafür gibt es eine Förderung vom Land Niedersachsen und der EU im Rahmen der Dorferneuerung Borsum von 53 Prozent, also 106 000 Euro. Diese wurden zuvor vom zuständige Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser bewilligt.

Nach dem Beseitigen des alten Asphalts wurde nun die Straße 65 Zentimeter tief ausgekoffert, ein Geogitter zur Tragschichtstabilisierung verlegt und mit Mineralgemisch aufgefüllt. Inzwischen haben die Steinsetzer den Rahmen mit Gosse aus Gestaltungspflaster gesetzt. Ab Montag, so bemerkte Schachtmeister Reiner Weber im Beisein von Ortsbürgermeister Josef Stuke, Harsums Bauamtsleiter Johannes-Benedikt Kellner und Michael Scholz vom Bauamt bei einem Ortstermin, könne mit der Pflasterung begonnen werde.

Pflaster in Muschelkalk

Mit Rücksicht auf das Dorfbild in diesem Straßenbereich mit den zwei alten Bauernhöfen und darauf befindlichen Fachwerkgebäuden, werde in Abstimmung mit der zuständigen Behörde ein besonderes Gestaltungspflaster in der Farbe Muschelkalk verlegt, sagt Kellner. Auch die Zufahrten zu den Grundstücken würden mit einem ähnlichen Pflaster versehen. Ortsbürgermeister Stuke sprach von einem besonderen Vorzeigeprojekt der Dorferneuerung und einer dorfbildprägenden Maßnahme.

Der Ausbau des Gehweges Am-Hohen-Turm kostet laut Bauamtsleiter Kellner dagegen 100 000 Euro, ebenfalls mit 53 Prozent, also 53 000 Euro, gefördert. Verleg werde ebenfalls ein Pflaster in Muschelkalkoptik. In der nächsten Woche, so Stuke, werde der Auftrag für den Ausbau der Martinstraße zwischen der Landwehrstraße und Feldstraße als letzte aller Dorferneuerungsmaßnahme durch die Gemeinde in Auftrag gegeben.

Stuke: „Alle Ziele erreicht“

Die rund eine Million teure Maßnahme werde mit einem Höchstbetrag von 500 000 Euro gefördert. Aus diesem Grunde, so Stuke, habe das Landesamt den Abrechnungszeitraum wegen der etwas längeren Bauzeit bis Ende 2023 verlängert. Damit seien alle aktuellen Maßnahmen der Dorferneuerung Borsum abgeschlossen und neue Förderanträge können nicht mehr gestellt werden. Alle Ziele der Dorfneuerung seien erreicht worden, sagte Stuke erfreut.

Zu den Schwerpunkten zählten auch die Sanierung des Jugendheim mit Bau eines Dorfgemeinschaftsraumes, die Aufwertung des Bereichs rund um die Pfarrkirche St. Martinus und die Maßnahmen in der Aseler Straße. Insgesamt, so Stuke, seien 15 öffentliche Maßnahmen mit 2,5 Millionen Euro gefördert worden, zudem 37 von privaten Grundstückseigentümern mit rund 680 000 Euro Förderung.

  • Region
  • Borsum
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel