Coronavirus

Diese Regeln gelten derzeit in Stadt und Landkreis Hildesheim

Kreis Hildesheim - Die aktuellen Vorgaben nach der Corona-Landesverordnung vom 24. November sowie neuen bundesweiten Regelungen in der Übersicht.

Normalität in Niedersachsen: die 2-G-Regel. Foto: Oliver Berg/dpa

Kreis Hildesheim - Von Mittwoch, 24. November, an gelten im Landkreis Hildesheim wie in ganz Niedersachsen verschärfte Corona-Vorgaben.

Wo gilt ab sofort 2G?

In Restaurants, Kinos, Theatern, Hallenbädern, bei größeren Veranstaltungen und bei körpernahen Dienstleistungen wie im Friseursalon (Ausnahme: ärztlich verordnete Behandlungen etwa in der Physiotherapie), bei Feiern und in anderen Bereichen wie der Hotellerie haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt in Innenräume. Zudem gilt dort wieder masken- und Abstandspflicht – auch unter 2-G-Bedingungen. Nur am Platz, etwa im Restaurant, kann der Mund-Nasen-Schutz abgelegt werden. Auch in Bars und Discotheken herrscht wieder Maskenpflicht – trotz 2G, auch beim Tanzen. In der Außengastronomie gilt noch 3G. Nicht betroffen von den strengeren Vorgaben für die Gastronomie sind Kantinen, Mensen und Autobahn-Raststätten.

Was ist mit Veranstaltungen?

Bei Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen in Innenräumen ist 2G verpflichtend – mit Abstandsregeln und Maskenpflicht bis zum Platz – unter freiem Himmel 3G.

Was gilt beim Weihnachtsmarkt?

Dort gilt drinnen wie draußen 2G, zusätzlich herrscht durchgehend Maskenpflicht auch im Außenbereich. Die Masken dürfen nur zum Essen und Trinken kurz abgenommen werden.

Was gilt bei privaten Treffen?

Die Bestimmungen beinhalten praktisch eine milde Form der Kontaktbeschränkung in geschlossenen Räumen. Die Maskenpflicht gilt dann, wenn mehr als 25 Personen zusammenkommen, wobei Geimpfte, Genesene und aktuelle negativ Getestete nicht mitzählen.

Wer ist ausgenommen?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind weiterhin von 2-G-Regeln ausgenommen. Ausnahme: In Discotheken gilt auch für Jugendliche 2G. Ab 1. Januar gilt die 2-G-Vorgabe aber auch generell für Jugendliche ab zwölf Jahren. Sie müssen dann ebenfalls Impfung oder Genesung nachweisen. Dann sind nur noch Kinder bis elf Jahren davon befreit. Weiterhin befreit sind zudem unter anderem Menschen mit ärztlich bescheinigten Vorerkrankungen, die gegen eine Impfung sprechen.

Und der Einzelhandel?

Dieser ist weiterhin nicht von Beschränkungen betroffen. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann erklärte das damit, dass das Land nicht wie im vergangenen Winter zwischen frei zugänglichen Geschäften des täglichen Bedarfs wie Supermärkten, Discountern oder Drogerien und anderen Einzelhandels-Betrieben unterscheiden wolle.

Ändert sich etwas in den Schulen?

Jungen und Mädchen in der ersten und zweiten Klasse müssen wieder im Unterricht Masken tragen. Elternabende, Elternsprechtage und vergleichbare Veranstaltungen sollen künftig unter 2G-Plus-Bedingungen stattfinden – auch Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen Testnachweis erbringen. Klassenfahrten sind nunmehr bis Ende Januar verboten, Tagesausflüge bleiben erlaubt.

Was gilt im Sport?

Drinnen 2G, draußen 3G. Wer eine Sporthalle, ein Hallenbad, ein Fitnessstudio, eine Kletterhalle oder eine vergleichbare Einrichtung betreten will, muss Impfung oder Genesung nachweisen. Wer unter freiem Himmel etwa auf einem Sportplatz trainieren will, muss Impfung, Genesung oder aktuellen Negativtest nachweisen. Das betrifft in der Praxis vor allem Fußballer, aber zum Beispiel auch Leichtathleten, die auf Sportplätzen trainieren oder Spiele beziehungsweise Wettkämpfe bestreiten. Wer draußen trainiert oder spielt, aber sich drinnen umziehen oder duschen will, muss geimpft oder genesen sein. Alle diese Regelungen gelten ab 18 Jahren.

Wie sehen die neuen Warnstufen aus?

In ganz Niedersachsen herrscht die Warnstufe 1. Diese gilt ab einer Hospitalisierungs-Inzidenz von drei Corona-Infizierten je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wenn gleichzeitig die Inzidenz in einem Landkreis über 35 liegt – und das tut sie schon lange überall.



Das System der Warnstufen bleibt gleich. Die Hospitalisierungs-Rate ist der sogenannte Leitindikator. Erreicht sie einen Grenzwert, kann abhängig von den beiden weiteren – der Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis und Intensivbetten-Belegung durch Corona-Infizierte landesweit – eine Verschärfung in ganz Niedersachsen oder in einem bestimmten Landkreis greifen. Dabei gilt weiterhin für alle Indikatoren, dass ein Grenzwert an fünf Werktagen hintereinander überschritten sein muss.

Warnstufe 2 beginnt ab einer Hospitalisierungs-Inzidenz von 6,0. Liegt gleichzeitig die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen in einem Landkreis dauerhaft über 100, erfolgt der Wechsel in Warnstufe 2. Warnstufe 3 beginnt oberhalb einer Hospitalisierungsrate von landesweit 9,0 und einer Inzidenz von mehr als 200 im Landkreis.

Was gilt am Arbeitsplatz?

Arbeitgeber dürfen nur noch Beschäftigte auf das Betriebsgelände lassen, die Impfung, Genesung oder tagesaktuellen Negativtest nachweisen. Dies ist eine bundesweite Regelung.

Was gilt in Bus und Bahn?

Mit Bussen und Bahnen dürfen Menschen über 18 nur noch fahren, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Auch das gilt bundesweit.

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