Diskussion um Hofcafé – das sagt die Uni

Hildesheim - Die ungewisse Zukunft des Hofcafés auf der Domäne hat für viel Diskussionen in Hildesheim gesorgt. Nun äußert sich die Uni.

In einer Pressemitteilung äußert sich die Universität zur Situation des Hofcafés. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Die Universität Hildesheim will gemeinsam mit Pächter Helge Peinzger den Betrieb des Hofcafés längerfristig sichern. Das hat die Uni am Dienstag in einer Pressemeldung mitgeteilt – als Reaktion auf die Berichterstattung dieser Zeitung, die am Sonnabend publik gemacht hatte, dass das Präsidium Peinzgers Pachtvertrag zum Ende des kommenden Jahres gekündigt hat.

Die Uni begründet den Schritt nun erneut mit der dringend nötigen Beseitigung von Hochwasserschäden im Café-Gebäude. Zwar konnte Peinzger das Lokal 2017 nach der Flut schnell wieder in Betrieb nehmen, der gesamte Fußboden im Gästebereich, in der Küche, im Kühlbereich, in den Toiletten und in der Heizungsanlage sei aber unterspült gewesen, das Mauerwerk noch immer feucht. Eine grundlegende Sanierung sei deshalb zwingend erforderlich. „Es geht nicht um das ob, sondern um das wann“, teilt die Uni mit. Das sei auch Peinzger bekannt gewesen.

Suche nach einer Lösung

Der hatte sich dennoch bestürzt über die Kündigung geäußert. Seine Sorge: Eine mehrmonatige Schließung des Cafés würde ihn sowohl seiner wirtschaftlichen Grundlagen als auch seines bewährten Personals in der Küche und im Service berauben. Die Folge wäre das Aus für das beliebte Ausflugsziel auf der Domäne Marienburg.

Dieser Sorge stellte die Uni nun die Suche nach einer Lösung entgegen, die sowohl die Sanierung ermögliche als auch gegenüber dem Steuerzahler zu verantworten sei. Das trifft laut Uni nicht für den noch im Frühjahr geplanten vorübergehenden Umzug in die alte Steinscheune zu. Das Ausweichquartier würde 350 000 Euro Umbaukosten verursachen, was nicht aus Steuermitteln zu bezahlen sei. Damit scheide diese Lösung aus.

Entsetzen in den Sozialen Medien

Wie die Alternative aussehen könnte, dazu hält sich Peinzgers Vermieter noch bedeckt. Die Uni versichert aber, dass sie derzeit mit dem Pächter gemeinsam ein tragfähiges Konzept erarbeite. Das Café werde von Bürgern der Region und Mitgliedern der Universität gleichermaßen geschätzt. Wie sehr, das hat sich nicht zuletzt auch nach Bekanntwerden der Kündigung gezeigt: Beim Zwiebelmarkt auf der Domäne war das Café Dauerthema, in den Sozialen Medien gab es ausgiebige Diskussionen

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