Bei Kontrolle in Hildesheim

Drogen im Gepäck: 20-Jähriger haut vor Polizei ab und verletzt Beamtin

Hildesheim - Die Polizei hat einen 20-Jährigen mit Drogen erwischt. Doch der Mann bekommt noch andere Probleme: Er haute ab und verletzte dabei eine Polizistin.

Eine Polizistin wurde bei einem Einsatz in der Hildesheimer Nordstadt verletzt. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Ein 20-Jähriger ist von der Polizei in der Nordstadt mit Drogen erwischt worden. Der Mann konnte fliehen; dabei verletzte er eine Polizistin, die ihn aufhalten wollte. Das Weglaufen nutzte ihm nichts: Die Beamten wissen, wer er ist – sie hatten zuvor seine Identität festgestellt.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte der 20-Jährige am Freitagabend gegen 20.30 Uhr mit zwei Begleitern in der Steuerwalder Straße zusammengestanden. Ohne Maske und so nah, dass sich eine Zivilstreife entschloss, das Trio einmal genauer anzuschauen.

Die Polizisten stiegen gerade aus dem Auto, da machte sich einer der drei Männer in Richtung Bahnhof aus dem Staub. Zurück blieben ein 16-Jähriger und der 20-Jährige. Weil es kräftig nach Marihuana roch, baten die Beamten den älteren, ihnen seine Umhängetasche zu zeigen. Der Mann kam dem nach, versuchte aber dem Polizisten, der sich der Tasche angenommen hatte, diese sofort wieder zu entreißen – ohne Erfolg.

Polizei leitet gegen den 20-Jährigen drei Verfahren ein

Abhauen konnte der 20-Jährige allerdings: Mit einer ruckartigen Bewegung gelang es ihm, sich vom Griff einer Polizistin zu befreien, die ihn am Arm festgehalten hatte. Dabei wurde die Beamtin an der Hand verletzt, sie musste sich ambulant in einem Krankenhaus behandeln lassen.

Warum der Mann flüchtete, liegt für Polizeisprecher Jan Makowski auf der Hand: In der Tasche fanden seine Kollegen Marihuana „im unteren zweistelligen Grammbereich“, wie Makowski berichtet. Der Wert der Drogen beläuft sich nach Angaben der Polizei auf etwa 170 Euro.

Für den 20-Jährigen hat die Begegnung ein erhebliches Nachspiel: Die Beamten leiteten gegen ihn Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

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