Eifersucht? Randale in der Oststadt

Hildesheim - Gleich mehrfach soll ein Hildesheimer auf seine 18-jährige Freundin losgegangen sein – jetzt sitzt er für zehn Tage in einer Zelle.

Hildesheim - Alkohol, Wut und vermeintliche Liebe – all das bereitete den Boden einer Gewalttat in der Oststadt, die einen 25-Jährigen vorerst zum sogenannten Langzeitgewahrsam für zehn Tage hinter Gitter gebracht hat. Und er wird noch mehr Ärger mit der Justiz bekommen.

Der Mann hielt sich am Mittwoch mit seiner 18-jährigen Freundin in der Wohnung eines 29-Jährigen in der Augustastraße auf. Irgendwann ließ er die beiden allein, rief aber an und geriet mit dem Mieter und mit seiner Freundin in Streit. So heftig, dass er umkehrte und die Wohnungstür auftrat. Drinnen soll er beide attackiert und erneut das Weite gesucht haben. Jetzt aber verfolgte ihn der 29-Jährige, und er soll ihn auch mit einem Messer bedroht haben. Gegen 18 Uhr rückte schließlich die Polizei an, trennte die Streithähne in der Goslarschen Straße. Gegen beide wurden Strafverfahren eingeleitet, der 25-Jährige bekam zudem einen Platzverweis für die Wohnung des Älteren.

Warnung der Polizei verpufft

Trotz der eindringlichen Ermahnung der Polizei blieb die Wirkung allerdings überschaubar. Denn am Donnerstagabend kreuzte der Wüterich wieder in der Augustastraße auf, trat abermals die Tür ein. Diesmal schleifte er die 18-Jährige an den Haaren hinter sich her, so die Polizei.

Das Ziel: Seine Wohnung in der Braunschweiger Straße, wohin der 25-Jährige die junge Frau gegen ihren Willen bugsierte. Dort soll er erneut Gewalt angewendet haben. Inzwischen fahndete die Polizei nach ihm, und sie bekam von Zeugen den Hinweis, dass es in der Braunschweiger Straße Krawall gab, also rasten Streifenwagen zur Wohnung. Beamte befreiten die 18-Jährige. Sie soll leicht verletzt dem Rettungsdienst übergeben worden sein.

In die Zelle gesperrt

Der mutmaßliche Gewalttäter soll unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben. Er musste eine Blutprobe abgeben. Von einem Richter wurde er am Freitag für zehn Tage hinter Gitter geschickt.

Da der Streit zu einem großen Teil auch in der Öffentlichkeit ausgefochten wurde, hofft die Kripo nun auf Zeugenhinweise. Wer mehr über die Geschehnisse berichten kann, wird gebeten, sich unter der Nummer 939-115 bei der Polizei zu melden.cwo

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