Vorschriften in Niedersachsen

Altenheime, Läden, Konzerte: Land konkretisiert Corona-Regeln

Hannover/Hildesheim - Viele Läden können unter Auflagen wieder öffnen, Besuche in Altenheimen sind unter Umständen auch wieder möglich. Doch es gibt auch Dinge, die weiter untersagt bleiben. Eine Übersicht.

Konzerte mit mehr als 1000 Menschen dürfen bis zum 31. August nicht stattfinden. Foto: Sina Schuldt/dpa

Hannover/Hildesheim - Mit ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen reagiert Niedersachsen auf die abgeschwächte Dynamik der Epidemie. Wie zwischen Bund und Ländern abgesteckt, öffnen ab Montag wieder zahlreiche Geschäfte. Auch Bibliotheken, Buchhandlungen sowie Auto- und Fahrradhandel und -werkstätten können wieder öffnen. Besuche in Altenheimen sind unter Auflagen wieder möglich. Bei allem gilt die Abstandsregelung, die strikten Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen. Für den Tourismus gibt es noch keinerlei Lockerung. Das regelt die neue Corona-Verordnung des Landes, die ab Montag gilt.

Geschäfte ...

... dürfen demnach ab Montag wieder öffnen, wenn sie über nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen. Größere Läden können öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche entsprechend reduzieren. Dies alles gilt auch für Geschäfte in Einkaufszentren. Diese dürfen ebenfalls wieder öffnen, müssen aber den Besucherandrang und den Abstand der Menschen auf den Gängen kontrollieren.

Wochenmärkte ...

... dürfen von der kommenden Woche an wieder ohne Einschränkungen, etwa was das Sortiment der Stände angeht, öffnen.

Tourismus ...

... ist trotz des frühlingshaften Wetters weiterhin nicht möglich. Hotels und Pensionen dürfen keine Zimmer an Touristen vermieten. Die Fähren dürfen keine Urlauber und Ausflügler mit zu den Nordseeinseln nehmen, die strikten Einschränkungen bleiben bestehen.

Restaurants und Cafés ...

... bleiben weiter geschlossen, dies gilt auch für die Gastronomie in Einkaufszentren. Der Außer-Haus-Verkauf ist wie bisher aber möglich.

Großveranstaltungen ...

... ab 1000 Teilnehmern sind in Niedersachsen bis zum 31. August verboten. In der bis zum 6. Mai gültigen Verordnung bleiben zudem weiterhin alle öffentlichen Veranstaltungen mit Ausnahme von Parlaments- und Gremiensitzungen verboten. Das heißt, auch Veranstaltungen mit wesentlich weniger Teilnehmern sind vorerst weiter untersagt.

Gottesdienste ...

... sowie religiöse Versammlungen sind davon in Niedersachsen vorerst weiter betroffen. Auf Bundesebene ist aber vereinbart worden, dass vom 30. April an Gottesdienste stufenweise wieder ermöglicht werden sollen.

Versammlungen ...

... unter freiem Himmel wie Demonstrationen sind künftig - gegebenenfalls unter Auflagen und Beschränkungen - wieder möglich. Dabei gibt es in der neuen Verordnung keine genaue Angabe zur Teilnehmerzahl. Wichtiger ist laut Krisenstab, dass die Teilnehmer Abstand zueinander halten können und sich auch bei der An- und Abreise zu einer Versammlung nicht in die Quere kommen.

Das Besuchsverbot ...

... in Alten- und Pflegeheimen wird gelockert. Wenn die Heime auf Grundlage eines Hygienekonzepts nachweisen können, dass ein geschützter Besuch zwischen Bewohnern und Besuchern möglich ist, kann dieser wieder erlaubt werden.

Die Notbetreuung ...

... in Krippen und Kindergärten wird erweitert. Statt bisher etwa drei Prozent der üblicherweise betreuten Quote soll diese auf acht Prozent steigen. Erweitert wird die Bandbreite der Berufe für Eltern, die in einer Notlage eine Betreuung nutzen können. Künftig ist dies bei allen Berufen von öffentlichem Interesse möglich. Im Zweifelsfall kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bescheinigen, dass dieser im Betrieb benötigt wird und dies ohne Kinderbetreuung nicht möglich ist.

Frisöre ...

... dürfen bundesweit unter strikten Auflagen schon Anfang Mai wieder öffnen. Niedersachsen wird die Lockerung allerdings erst mit der nächsten Verordnung in zwei Wochen ermöglichen.

Auslandsreisende ...

... müssen sich weiter an eine strikte Quarantäne-Pflicht von 14 Tagen nach der Rückkehr halten sowie an die Pflicht, sich von sich aus bei den Gesundheitsbehörden zu melden. Davon ausgenommen sind Menschen, die beruflich im Ausland sind oder weniger als 48 Stunden jenseits der Grenze waren und keine Krankheitssymptome verspüren.

  • Hildesheim
  • Hildesheim
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel