Patient in Quarantäne

Nach Fall von Coronavirus in Region Hannover: Neun Verdachtsfälle

Hannover - Nach der Bestätigung der ersten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Niedersachsen gibt es neun weitere Verdachtsfälle.

In Niedersachsen gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein 68-Jähriger wurde positiv auf das Virus getestet. Foto: Bernd Thissen/dpa

Hannover - Nach der Bestätigung der ersten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Niedersachsen gibt es neun weitere Verdachtsfälle. „Überwiegend“ handele es sich dabei um Kontakte aus dem sozialen Umfeld des 68 Jahre alten Patienten, sagte Hauke Jagau, Präsident der Region Hannover, am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

In 15 Fällen sei häusliche Quarantäne angeordnet, darunter sei die Ehefrau des 68-Jährigen, die keine Symptome zeige. Das Paar sei auf einer Busreise nach Südtirol gewesen, insgesamt seien 47 Menschen vor allem aus Sachsen dabei gewesen. Auch das Busunternehmen sei aus Sachsen.

Reimann: „Es ist ein Einzelfall“

Dem 68-Jährigen gehe es gut, seine Temperatur sei nicht erhöht, sagte Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover. Gesundheitsministerin Carola Reimann betonte: „Es ist ein Einzelfall.“ Die meisten Verläufe seien mild.

Am Samstagabend war bekanntgeworden, dass der Mann sich zuletzt in Norditalien aufgehalten hatte, dort soll er sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Virus infiziert haben.

Das Risiko für die Bevölkerung, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, werde vom Landesgesundheitsamt und dem Robert Koch-Institut (RKI) weiterhin als gering bis mäßig eingestuft, teilte das Ministerium zudem mit. In Bremen war ebenfalls am Samstag der erste Fall bekanntgeworden. Dort ist eine Frau betroffen, die sich noch bis Donnerstag im Iran aufgehalten hat.

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