Polizeieinsatz

Familienstreit in Schellerten eskaliert: Beteiligter schießt mit Schreckschusswaffe

Schellerten - Am Freitagabend ist in Schellerten ein Familienstreit eskaliert. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest.

Mehrere Personen sind in einem Wohnhaus in Schellerten aneinander geraten. Die Polizei musste eingreifen. Foto: Chris Gossmann/HAZ-Archiv

Schellerten - In Schellerten brach am Freitagabend ein heftiger Familienstreit aus – eine Person soll eine Schreckschusswaffe eingesetzt haben, wie die Polizeiinspektion Hildesheim am Samstagmorgen mitteilt.

In dem Haus soll eine 17-Jährige zusammen mit ihrem 18-jährigen Freund gewesen sein. Gegen 17.40 Uhr sei der Vater der jungen Frau und ihr 14-jähriger Bruder dazugekommen. Sofort seien die Beteiligten aneinander geraten. Der Vater und sein Sohn hätten das Pärchen geschlagen. Warum es zum Streit kam, ist noch unklar.

Weiterer Familienangehöriger bedroht

Ein weiterer Familienangehöriger sei dazu gerufen worden, doch auch er habe die Personen nicht beruhigen können. Er sei mit einem Teleskopschlagstock und einer Waffe bedroht worden. Ein Tatverdächtiger habe vom Balkon aus auch mit der Waffe geschossen. Daher hatte die Polizei den Bereich rund um das Haus weiträumig abgeriegelt.

Die Polizei konnten die Tatverdächtigen dazu bewegen, das Wohnhaus zu verlassen. Sie wurden anschließend festgenommen. Als tatverdächtig wurden der Vater der 17-Jährigen und ihr Bruder eingestuft. Laut der Polizei habe wahrscheinlich der 14-jährige Bruder die Schreckschusswaffe eingesetzt.

Beweismittel wurden beschlagnahmt

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht gab es Durchsuchungen, außerdem wurden die Beweismittel beschlagnahmt. Bei der Waffe handelte es sich um eine Schreckschusswaffe. Die beiden Tatverdächtigen wurden anschließend wieder entlassen. Gegen sie wurde Anzeige erstattet, es stehen mehrere Tatvorwürfe im Raum.

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