Fliegerbombe in Hannover erfolgreich entschärft

Hannover - Wegen einer alten Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten am Montag mehr als 15 000 Hannoveraner ihre Wohnungen verlassen. Die Räumung und anschließende Entschärfung zogen sich bis nach Mitternacht hin.

Auf dieser Baustelle in Hannover war eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Nach der Evakuierung eines Wohngebiets mit 15 200 Bewohnern im Zooviertel in Hannover ist eine Fliegerbombe erfolgreich entschärft worden. Alle in Sicherheit gebrachten Menschen konnten am frühen Dienstagmorgen in ihre Wohnungen zurückkehren, wie die Feuerwehr mitteilte. «Die Bombe ist sicher entschärft und wird abtransportiert», sagte ein Feuerwehrsprecher. Der mechanische Zünder des Blindgängers sei vom Sprengmeister erfolgreich herausgedreht worden.

Fünf Zentner schwere Bombe

Die fünf Zentner schwere amerikanische Fliegerbombe war am Montagmorgen gefunden worden. In einem Radius von einem Kilometer mussten alle Menschen ihre Wohnhäuser verlassen. 105 Menschen mussten mit Krankenwagen in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Anwohner hatten sich im Laufe des Abends zudem geweigert, ihre Wohnung zu räumen. Die Evakuierung verzögerte sich daher bis nach Mitternacht. Danach war die Bombe innerhalb einer halben Stunde entschärft. Insgesamt 848 Einsatzkräfte waren an der Evakuierung und Entschärfung beteiligt.

Feuer in evakuierter Zone

In der Evakuierungszone war am Abend zudem ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte den Brand am späten Abend löschen, der zweite Stock war nicht mehr bewohnbar, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Ob das Feuer in Zusammenhang mit der Räumung stand, war zunächst unklar. Die Bewohner konnten bei Angehörigen unterkommen.

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