Nach LKW-Unfall auf A7– zwei Spuren wieder frei

Hildesheim/Bockenem - Nach dem Auffahrunfall zweier LKW zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter ist die Strecke nun wieder zweispurig befahrbar. Die Autobahn war erst voll gesperrt, dann leiteten die Beamten den Verkehr einspurig am Unfall vorbei.

Auffahrunfall auf der Autobahn 7 bei Hildesheim: Zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter ist Flüssigkeit ausgelaufen. Foto: Polizei Hildesheim

Hildesheim/Bockenem - Ein nächtlicher Auffahrunfall auf der Autobahn 7 zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter ist zwar glimpflich ausgegangen, hat aber am Donnerstagmorgen den Verkehr auf der Autobahn und der Bundesstraße 243 zwischen Wesseln und Groß Düngen weitestgehend lahm gelegt. In Richtung Hildesheim kam es zu langen Staus. Die Autobahn war in der Nacht für fast drei Stunden voll gesperrt, noch bis voraussichtlich 18 Uhr läuft der Verkehr einspurig.

Es war gegen 0.55 Uhr, als der 59-jährige Lastwagenfahrer aus Langenhagen auf eine blinkende Warnlampe in seinem Fahrzeug-Cockpit reagierte und sein Fahrzeug auf rechten Seitenstreifen steuerte. Dort bremste er langsam ab. Trotz eingeschalteter Warnblinkanlage übersah ein 52-jähriger Lasterfahrer aus dem niedersächsischen Stuhr den mittlerweile stehenden Sattelzug. Der Mann konnte nicht mehr ausweichen und touchierte den Lastwagen an der linken Seite. Dabei riss er den Auflieger der Länge nach auf. Der stehende Lastwagen verlor dabei große Teile der Ladung, die auf die Fahrbahn stürzte. Auch Flüssigkeiten liefen aus. Um welche es sich genau handelt, steht laut Polizei noch nicht fest. Für Menschen sei der Stoff nicht gefährlich, für die Umwelt schon.

70 Rettungskräfte im Einsatz

Weil die Beamten in der Leitstelle nicht feststellen konnten, um welche Flüssigkeiten es sich handelte, schickten sie gleich zwei Gefahrgutzüge und den ABC-Zug zum Unfallort. Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte samt 26 Fahrzeugen unterwegs in Richtung Autobahn. Hinter der Unfallstelle hatte sich unterdessen ein langer Stau gebildet. Die Rettungskräfte, die unter anderem aus Hackenstedt, Derneburg, Sottrum, Groß Düngen, Bad Salzdetfurth, Bodenburg und Söhre kamen, hatten Mühe, zum Ort des Geschehens zu gelangen – die Verkehrsteilnehmer bildeten keine Rettungsgasse.

Die Rettungskräfte konnte vor Ort die Ladung sichern. Die Arbeiten an der rechten Fahrbahn dauern allerdings bis in den frühen Abend an, weil die ausgelaufenen Flüssigkeiten in die Erde gesickert sind und die Hilfskräfte den Boden auskoffern müssen. Die Beamten schätzen den Schaden auf rund 50 000 Euro. Die beiden Fahrer überstanden den Unfall unverletzt.

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