Schloss bei Nordstemmen

Gerichtsstreit um Schloss Marienburg beendet: Firma verzichtet auf Berufung

Hannover - Nach der abgewiesenen Klage im Streit um das Schloss Marienburg bei Nordstemmen will die EAH BetreibungsgmbH nicht gegen das Urteil vorgehen. Damit ist der Streit um das Schloss entschieden.

Der Streit um das Schloss Marienburg ist beendet. Foto: Crhis Gossmann

Hannover - Nach der abgewiesenen Klage im Streit um das Schloss Marienburg bei Nordstemmen will die EAH BetreibungsgmbH nicht gegen das Urteil vorgehen. Auf eine Berufung werde verzichtet, heißt es in einer Stellungnahme der Geschäftsführung, die auf Anfrage von der vertretenden Anwaltskanzlei übermittelt wurde. "Dadurch, dass kein Rechtsmittel eingelegt wurde, ist das Urteil nun rechtskräftig", sagte die Sprecherin des Landgerichts Hannover, Annika Osterloh, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die zuständige Zivilkammer am Landgericht hatte die Klage des Unternehmens vor einem Monat abgewiesen.



Die EAH BetreibungsgmbH habe keinen Anspruch auf die Marienburg, die Fürstenhäuser oder Kunstschätze, hatte Osterloh damals zu der Urteilsbegründung gesagt. Ernst August Prinz von Hannover hatte im Streit mit seinem Sohn um die Marienburg seine eigene Klage zwar zurückgezogen. Die Forderungen hatte er aber an die Salzburger Firma verkauft. Das Landgericht bezeichnete diese Abtretung im Juli als "aus rechtlichen Gründen unwirksam".

„Nebenkriegsschauplatz“

Ernst August junior hatte nach dem Urteil betont, dass er sich für die Stiftung Schloss Marienburg freue, "dass dieser Nebenkriegsschauplatz nicht mehr länger fortbesteht". 2019 war die Familie in die Schlagzeilen geraten, weil Ernst August junior das marode Schloss für einen Euro an die öffentliche Hand verkaufen wollte – gegen den Willen seines Vaters.

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