Pandemie

Geschäftsführer von Hildesheimer Krematorium: Weniger Corona-Tote

Hannover/Stade - Das niedersächsische Landesgesundheitsamt teilt mit, dass die Zahl der Corona-Toten langsamer steigt. Die Auswirkungen sind auch für den Geschäftsführer eines Hildesheimer Krematoriums spürbar.

Die Zahl der Corona-Toten steigt langsamer. Foto: Chris Gossmann

Hannover/Stade - Über 5 200 Menschen in Niedersachsen sind seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gestorben – aber ihre Zahl steigt langsamer. Die Zunahme bei den Todesfällen bewege sich „auf niedrigerem Niveau“, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. Im Januar und Februar seien landesweit teils 50 Corona-Opfer und mehr pro Tag gezählt worden, seit Anfang März seien es noch 20 – jeden Tag. Bei der Entwicklung spiele die Impfkampagne vermutlich eine wichtige Rolle – im Januar habe der Anteil der über 70-Jährigen an den Corona-Opfern bei 20 Prozent gelegen, derzeit seien es 5 Prozent.

Insgesamt starben in Niedersachsen bis zum Mittwoch 5260 Menschen an oder mit Covid-19, die Zahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg auf 233 766. Bundesweit waren es zu dem Zeitpunkt 82 280 Corona-Tote. In Hildesheim gab es seit Beginn der Pandemie insgesamt 171 Todesfälle (Stand: 28.04.2021).



In den Krematorien sei die Lage entspannt, die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Coronavirus sterben und eingeäschert werden, sinke, sagte Svend-Jörk Sobolewski, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft deutscher Krematorien. Sobolewski ist Geschäftsführer eines Unternehmens mit Krematorien in Celle, Hildesheim, Stade, Cuxhaven, Quedlinburg und Schwerin.

Im März sei die Zahl der eingeäscherten Corona-Opfer im Krematorium in Celle auf 5 gesunken – im Februar seien es noch 31 gewesen, sagte Sobolewski. In Hildesheim sank die Zahl seinen Angaben zufolge in dem Zeitraum von 90 auf 38, in Cuxhaven von 46 auf 11, in Quedlinburg von 148 auf 55, in Stade von 110 auf 33 und in Schwerin von 48 auf 20.

Von dpa/lni.

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