Fiese Masche am Telefon

Gronau: Bankmitarbeiter verhindert Betrug durch Enkeltrick

Gronau/Leine - Durch die Wachsamkeit eines Bankmitarbeiters ist ein 88-Jähriger vor einem Betrüger geschützt worden. Er gab sich als Enkel aus und wollte Bargeld.

Fast wäre am Dienstag ein 88-Jähriger auf einen Enkeltrick-Betrüger hereingefallen. Doch ein Bankmitarbeiter war aufmerksam und schützte ihn vor dem Verlust von Geld. Foto: Chris Gossmann

Gronau/Leine - Am Dienstag hat ein Bankmitarbeiter durch sein umsichtiges Verhalten verhindert, dass ein 88-Jähriger Opfer eines sogenannten Enkeltricks geworden ist.

Gegen 13.45 Uhr hat der Mann aus dem Bereich Gronau (Leine) nach eigenen Angaben einen Anruf durch einen Betrüger bekommen. Der gab sich als dessen Enkel aus und gab vor, einen Unfall gehabt zu haben. Er benötige für die Begleichung des Schadens dringend einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Der 88-Jährige habe sich daraufhin zu seiner Bank begeben, um das Geld abzuholen.

Gut aufgepasst

Der ihn bedienende Bankmitarbeiter ist jedoch misstrauisch geworden und hat dafür gesorgt, dass der echte Enkel verständigt werden konnte. Durch dieses vorbildliche Verhalten konnte der Betrug verhindert werden, wie die Polizei in ihrer Pressemitteilung betont. Denn zu einer Übergabe des Geldes kam es nicht mehr.

Anschließend wurde der 88-Jährige jedoch ein weiteres Mal angerufen. Er wurde zum Verhalten des Bankmitarbeiters befragt und wurde aufgefordert, seine IBAN-Nummer rauszugeben. Doch der Mann war inzwischen sensibilisiert und gab keine persönlichen Daten preis.

Tipps von der Polizei

Die Polizei weist eindringlich darauf hin, dass bei derartigen Gesprächen niemals persönliche Kontaktdaten wie Geburtsdaten, Namenschreibweisen, Kontoverbindungen, Vermögensverhältnisse oder anderes mehr über das Telefon preisgegeben werden dürfen. Sollte bei einem Telefonat ein angeblich nahe stehender Verwandter mit derartigen Geschichten um Geld bitten, sollte der Angerufene unverzüglich auflegen und danach versuchen, den Sachverhalt bei den tatsächlichen Verwandten/Bekannten zu verifizieren. Die Polizei sollte in solchen Fällen sofort unter der Telefonnummer 110 kontaktiert werden, ist der weitere Rat.

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