Gutenhabenkarten

Betrüger ergaunern Codes per Telefon

Hildesheim - Unbekannte Täter haben einen Schaden in vierstelliger Höhe angerichtet. Am Telefon täuschten sie eine Tankstellenangestellte aus Hildesheim und gelangten an Zahlenkombinationen unterschiedlicher Wertkarten. Die Betrugsmasche ist bei der Polizei bekannt.

Betrüger täuschen durch mehrere Anrufer die Angestellte einer Tankstelle in Hildesheim. Foto: Robert Günther/dpa

Hildesheim - Die Hektik an der Tankstellenkasse haben unbekannte Täter für eine Betrugsmasche mit Guthabenkarten ausgenutzt – und zwar durch geschickte Gesprächsführung am Telefon. Ziel war, die Codes der Karten zu erfahren. Nach Auskunft der Polizei ist dabei in einer Hildesheimer Tankstelle ein Schaden in einem unteren vierstelligen Bereich entstanden. „Die Masche ist bei der Polizei nicht unbekannt“, sagt Polizeisprecher Jan Makowski.

Wechsel der Lesegeräte

Der Vorfall passierte in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch. Die Angestellte einer Hildesheimer Tankstelle erhielt gleich mehrere Anrufe. Dabei wurde der Frau vorgetäuscht, dass die Lesegeräte für aufladbare Guthabenkarten am folgenden Tag ausgewechselt werden müssen. Um ihren Betrug zu untermauern, suggerierte ein weiterer Anrufer kurz darauf, der Tankstellenpächter zu sein. Die Angestellte, die zwischendurch immer wieder Geld von Tankkunden kassieren musste, glaubte, ihren Chef am anderen Ende zu haben. Der falsche Pächter bestätigte nun den vermeintlichen Wechsel der Lesegeräte und forderte die Frau zur Zusammenarbeit auf. Das befolgte die Angestellte auch. In weiteren Telefonaten gab sie die Zahlencodes von Guthabenkarten preis.

Polizei rät zur Nachfrage

Nach Auskunft der Polizei ist der Betrug am Mittwochmorgen aufgefallen. „In der Vergangenheit wurden immer wieder Fälle angezeigt, bei denen vornehmlich Angestellte von Tankstellen oder Kiosken dazu gebracht wurden die Codes am Telefon herauszugeben“, erläutert Polizeisprecher Makowski. Sobald diese den Tätern vorliegen, werden sie innerhalb kürzester Zeit eingelöst. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass Guthabenkarten-Codes in keinem Fall telefonisch an fremde Personen weitergegeben werden sollten. „Sollte sich, wie im vorliegenden Fall, ein Anrufer als Vorgesetzter ausgeben, ist es ratsam, den Vorgesetzten unter seiner Telefonnummer zurückzurufen“, sagt der Sprecher.

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