Nächtlicher Einsatz für mehrere Feuerwehren

Brand bei Meteor in Bockenem: Halle evakuiert

Bockenem - In Bockenem ist am späten Donnerstagabend die Feuerwehr zu einem Brand auf dem Firmengelände von Meteor ausgerückt. Eine Halle musste zeitweise evakuiert werden.

Im Gebäude 60 war am späten Donnerstagabend eine Absauganlage in Brand geraten. Die Flammen breiteten sich in den Rohren bis auf das Dach aus. 70 Feuerwehrleute waren rund vier Stunden im Einsatz, um ein Übergreifen auf das Dach zu verhindern. Foto: Chris Gossmann

Bockenem - Es passiert immer wieder, dass eine Abluftanlage beim Bockenemer Industrieunternehmen Toyoda Gosei Meteor in Brand gerät. In den meisten Fällen haben die Retter die brenzlige Situation schnell im Griff. Schwieriger haben sich dagegen die Löscharbeiten am späten Donnerstagabend gestaltet.

„In diesem Fall war es etwas mehr“, erklärt Werkbrandmeister Bernd Hoffmeister auf Anfrage. Der Alarm lief gegen 23.15 Uhr in der Einsatzleitstelle der Feuerwehr auf. Die setzte sofort die Freiwilligen Feuerwehren Bockenem, Bornum sowie den dritten Zug mit den Ortswehren Bültum, Upstedt, Nette und Ilde in Gang.

Drehleiter gerufen

Zur Unterstützung wurde im Laufe des Einsatzes auch noch die Drehleiter samt Tanklöschfahrzeug aus Bad Salzdetfurth alarmiert. Gerade als die Leiter in Position stand, meldete der Einsatzleiter: Das Feuer ist aus. Die Bad Salzdetfurther konnten danach schnell wieder die Rückfahrt antreten.

Insgesamt waren in der Nacht 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Kurze Zeit nach dem Alarm traf die Werkfeuerwehr von Meteor am Gebäude 60 ein. „Jede Schicht verfügt über eine Bereitschaft“, erläutert der Werkbrandmeister. Der Brand hatte sich zwischenzeitlich in dem Rohrsystem der Abluftanlage bis auf das Dach ausgebreitet. „Normalerweise hängt da ein Kohlendioxid-Löschsystem dran. In diesem Fall sind die Flammen doch weiter vorangekommen“, erklärt Bockenems Stadtbrandmeister Alfred Schneider.

Halle komplett evakuiert

Zum Glück seien sie nicht außerhalb des Rohrsystems gelangt. So blieb das Dach verschont. „Es sah allerdings erst ziemlich böse aus. Auf dem Dach war deutlich ein Feuerschein zu sehen. Insgesamt ist es noch einmal glimpflich verlaufen“, so der Stadtbrandmeister. In dem Bereich hätte es von Zeit zu Zeit immer wieder Probleme gegeben, ergänzt Werkbrandmeister Hoffmeister.

Nach der Feuermeldung sei die Halle komplett evakuiert worden. In der Nachtschicht arbeiten dort 70 Männer und Frauen. Erst mit der Frühschicht konnte die Produktion wieder anlaufen. „Der Produktionsausfall betrug insgesamt sechs Stunden“, teilt Hoffmeister mit. Auf welche Summe sich der Schaden beläuft, müssen die weiteren Untersuchungen ergeben.

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