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Thorsten Berner
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Handball-Saisonunterbrechung hätte verlängert werden müssen

Söhre/Hildesheim - HAZ-Sportjournalist Thorsten Berner vertritt eine klare Meinung: Angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante hätte die Handball-Saison in den Amateurklassen weiter unterbrochen werden müssen.

Kontakte können im Handball nicht vermieden werden. Foto: Werner Kaiser

Söhre/Hildesheim - Natürlich freuen wir Sportredakteure uns, wenn Sport stattfindet. Wir sind schließlich darauf angewiesen. Am kommenden Wochenende soll in den Amateurklassen wieder Handball gespielt werden. Doch die Freude hält sich in Grenzen. Viel größer sind die Befürchtungen, dass sich das hoch ansteckende Omikron-Virus in der Kontaktsportart Handball austoben wird.

Ein gewagtes Experiment

Und es geht ja nicht nur um die Sportler, sondern auch um deren Kontaktpersonen im Alltag, sprich: Familien und Arbeitskollegen. Teure PCR-Tests kann sich kaum eine Amateurmannschaft leisten – und die Schnelltests sind nicht immer zuverlässig. Kurzum: Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist ein sehr gewagtes Experiment. Es könnte schnell wieder vorbei sein, wenn die Infektionen weiter steigen und reihenweise Spiele abgesagt werden.

Der HVN macht einen Fehler

Der Handball Verband Niedersachsen (HVN) macht einen Fehler, der in dieser Pandemie schon viel zu oft gemacht wurde: Man setzt darauf, dass es irgendwie schon gut gehen wird – und reagiert erst, wenn es zu spät ist. Vorbeugung wäre die bessere und verantwortungsvollere Wahl gewesen. Heißt: Die Saisonunterbrechung hätte verlängert werden müssen.

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