Urteil gefällt

Hannovers Ex-OB Schostok freigesprochen

Hannover - Hannovers Ex-Oberbürgermeister Stefan Schostok ist am Donnerstagvormittag vom Vorwurf der schweren Untreue freigesprochen worden. Sein ehemaliger Bürochef Frank Herbert und Personaldezernent Harald Härke wurden hingegen schuldig gesprochen.

Stefan Schostok (SPD), ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Hannover, kommt zum Landgericht. Im Prozess um Hannovers Rathausaffäre wird am Donnerstag das Urteil gesprochen. Foto: dpa

Hannover - Hannovers Ex-Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) ist am Donnerstagvormittag vom Vorwurf der schweren Untreue freigesprochen worden. Damit folgte die Strafkammer des Landgerichtes der Landeshauptstadt dem Antrag der Verteidigung. Im Prozess um die sogenannte Rathausaffäre waren neben Schostok zwei ehemalige Spitzenbeamte der niedersächsischen Landeshauptstadt angeklagt.

49 500 Euro Schaden

Der gebürtige Hildesheimer Schostok soll laut Anklage Zahlungen von unzulässigen Zulagen für seinen Bürochef Frank Herbert nicht sofort gestoppt haben, als er erfuhr, dass diese rechtswidrig waren. Der Stadt Hannover entstand durch die Zahlungen zwischen April 2015 und Mai 2018 ein Schaden von rund 49 500 Euro.

Herbert erhielt am Donnerstag eine Geldstrafe wegen Betrugs. Der ehemalige Personaldezernent Harald Härke wurde zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe wegen schwerer Untreue verurteilt. Er soll dem Bürochef auf dessen Drängen hin eine Zulage von monatlich rund 1300 Euro gewährt haben, obwohl er wusste, dass dies beamtenrechtlich nicht zulässig ist.

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