Tagestouristen auch aus Hildesheim

Harzer Tourismusverband erwartet erneuten Besucheransturm am Wochenende

Harz - Die Freizeitmöglichkeiten in der Corona-Pandemie sind eingeschränkt, weshalb Wintersportgebiete wie der Harz am vergangenen Wochenende überfüllt waren.

Die Lage am vergangenen Wochenende: Wintersportler rodeln mit ihren Schlitten auf der Hexenritt-Abfahrt am Wurmberg im Harz. Foto: Swen Pförtner/dpa

Harz - Wintersportorte wie Braunlage im Harz oder Winterberg im Sauerland wurden zwischen den Feiertagen und am vergangenen Wochenende von Tagestouristen gestürmt, die gern Zeit im Schnee verbringen wollten. Die Folge waren Chaos auf den Straßen, viele Falschparker und Verstöße gegen die Corona-Regeln. Für das kommende Wochenende erwartet Christin Wohlgemuth, Pressesprecherin des Harzer Tourismusverbandes, eine ähnliche Situation.

„Wie es aussieht, wird der Schnee bleiben, vielleicht kommt sogar noch neuer dazu, und die meisten neuen Corona-Verordnungen gelten auch erst ab Montag“, sagt sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Selbst wenn die 15-Kilometer-Regelung gilt, wird das vermutlich nicht viel ändern, weil im niedersächsischen Teil des Harzes die meisten Besucher aus Niedersachsen kommen und dort meines Wissens nach nirgends die Inzidenz über 200 liegt.“ Ihr Fazit: „Es werden am Wochenende vermutlich wieder viele Menschen in den Harz kommen.“ Betroffen seien unter anderem vor allem Torfhaus und Braunlage.

Polizei rüstet am Wochenende im Harz auf

Wegen dieser Erwartung habe die Polizei fürs Wochenende auch „aufgerüstet“, so Wohlgemuth. „Es wurde Verstärkung angefordert. Die werden die Zufahrtsstraßen betreuen, aber auch im Ort unterstützen und dort unter anderem die Maskenpflicht und die Parkplätze kontrollieren.“ Das bestätigt auch das Polizeirevier Harz, das vor dem kommenden Wochenende noch mit dem Dreikönigstag am 6. Januar beschäftigt war, der in Sachsen-Anhalt ein Feiertag ist.

Online würden sie außerdem Updates zur Lage auf den Parkplätzen im Harz geben, erklärt Wohlgemuth vom Harzer Tourismusverband. Seien die Parkplätze voll, müssten die Menschen umdrehen oder in andere Regionen ausweichen. Am vergangenen Wochenende habe es vor allem auch im Bereich des Nationalparks viele Falschparker gegeben.

Parkplatzprobleme auch schon in Jahren vor der Pandemie

Parkplatznot habe es ihrer Meinung nach aber auch in den Jahren vor der Pandemie, wenn Wintersport möglich gewesen sei, immer mal wieder im Harz gegeben. „An den Wochenenden und in der Ferienzeit kommen dann auch viele Besucher und es gibt Parkplatzprobleme, weil die Parklätze hier nicht so groß sind“, erklärt sie. Nun kämen aber die Corona-Regeln hinzu, die von den Besuchern oft nicht eingehalten würden.

Doch wer sind die Menschen, die trotz all der Empfehlungen und Warnungen weiterhin in den Harz strömen? „Die Harzer selbst bleiben sicherlich zu Hause, die haben andere Möglichkeiten“, meint Wohlgemuth. So liege beispielsweise in Goslar auch Schnee, die Familien die dort lebten, würden vermutlich eher dort auf kleine, unbekannte Rodelhänge gehen. „Die meisten kommen etwa aus einer Stunde Entfernung“, so ihre Einschätzung – die Pressesprecherin nennt Hildesheim, Braunschweig, Hannover, Magdeburg, Peine und Gifhorn als Beispiele, woher die Tagestouristen kämen.

RND

Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel