Virus auf der Intensivstation

Hildesheimer Pfleger Jorde fordert Gefahrenzulage in Corona-Krise

Hildesheim - Die Rolle der Pflegekräfte in der Coronakrise: Der Hildesheimer Pfleger Alexander Jorde fordert mehr Schutz und Geld für seine Berufsgruppe. Warme Worte reichten nicht.

Intensiv-Krankenpfleger Alexander Jorde am Hohnsensee: Er äußert sich zur Belastung der Pfleger in der Corona-Krise. Foto: Peter Steffen/dpa

Hildesheim - Der durch einen Fernsehauftritt mit Kanzlerin Angela Merkel bekanntgewordene Hildesheimer Pfleger Alexander Jorde fordert mehr finanzielle Anerkennung für Fachkräfte in der Coronakrise. „Ich bin ganz klar für eine Zusatzvergütung –nennen Sie es Gefahrenzulage – zumindest für den Zeitraum der Epidemie“, sagte der 23-Jährige, der auf der Intensivstation als Krankenpfleger arbeitet, der Deutschen Presse-Agentur. „Aus meiner Sicht könnte man diese gleich in die Tariflöhne integrieren, weil die Politik schon vor Monaten gesagt hat: "Wir wollen alles tun, um mehr Pflegekräfte zu bekommen."“ Dies wäre ein Zeichen der Wertschätzung, sagte der 23-Jährige.

Im Stich gelassen

Jorde veröffentlichte Ende vergangener Woche eine Reihe von Twitter-Nachrichten, in denen er erläutert, warum er sich als Krankenpfleger von der Politik im Stich gelassen fühlt und wie er die Situation in den Kliniken bewertet. Seine Stellungnahme wurde tausendfach geteilt und kommentiert.

Der Krankenpfleger aus Hildesheim hatte im September 2017 in der „ARD-Wahlkampfarena“ für Aufsehen gesorgt. Damals hatte er als Azubi Kanzlerin Merkel zur Rede gestellt und Erfahrungen aus seinem Arbeitsalltag geschildert.

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