Vorsicht Betrug

Hildesheimer Polizei warnt vor betrügerischen Mails

Kreis Hildesheim - Täuschend echt aussehende Schreiben: Hildesheimer werden von angeblicher Bank angeschrieben. So kann man sich schützen.

Die Polizei warnt, persönliche Daten wie Kreditkarten-Nummer oder Geburtstag im preiszugeben. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Die Hildesheimer Polizei warnt vor betrügerischen Mails von angeblichen Banken und Geldinstituten. „Darin werden gebührenpflichtige Konto-Sperrungen angekündigt werden, falls man den aufgeführten Anweisungen in den Mails nicht nachkommt“, erläutert Jan Makowski, Sprecher der Polizei Hildesheim. In den vergangenen Tagen seien bei den Beamten wieder vermehrt Hinweise auf solche sogenannten Phishing-Mails eingegangen. Dabei wurden auch Hildesheimer kontaktiert, die gar nicht Kunden der Bank seien, von der sie die Mail erhalten haben.

Identifikationsprozess starten

Der Polizeisprecher erläutert, wie die Betrüger nach bisherigen Erkenntnissen vorgehen: Zunächst werden die Empfänger auf anstehende Aktualisierungen der Nutzungsbedingungen hingewiesen. „Mit dieser Änderung sollen die Kunden angeblich verpflichtet sein, einen Identifikationsprozess zu durchlaufen“, so werde ihnen suggeriert. Dieser Vorgang soll durch einen Button gestartet werden, den die Personen anklicken sollen.

Kontosperrung angekündigt

Dann folgt zunächst die beruhigende Information: Nach Abschluss kann das Konto wie gewohnt weiter benutzt werden. Gefolgt von einer unmissverständlichen Ankündigung: Sollten die Angeschriebenen den Vorgang nicht innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen haben, kann das Konto gesperrt werden.

Datendiebstahl

Was wollen die Betrüger damit erreichen? „Ziel der täuschend echt aussehenden Mails ist es, an persönliche Daten wie beispielsweise das Geburtsdatum oder Kreditkarten-Daten zu gelangen, um diese dann widerrechtlich einsetzen zu können“, erläutert Makowski. Daher rät die Polizei rät dringend: Keine Links oder Buttons in unaufgefordert übermittelten Mails anzuklicken.

Das sollte man bei Zweifeln tun

Wer Zweifel hat, ob die Mail tatsächlich von seiner Bank stammt, sollte Kontakt zu seinem Kreditinstitut aufnehmen. „Allerdings keinesfalls über eventuelle Kontaktdaten, die in den Mails aufgeführt sind“, rät der Polizeisprecher. Diese könnten ebenfalls falsch sein und von den Betrügern in ihrem Sinne beantwortet werden. Die Bankkunden sollten Telefonnummer oder Mailadressen stets selbst heraussuchen.

Ratgeber im Bereich Cybercrime

Weitere Informationen zum Thema Phishing-Mails sowie über Gefahren und Prävention im Bereich Cybercrime gibt die Polizei auch in dem Ratgeber Internetkriminalität der Landeskriminalamtes Niedersachsen unter www.polizei-praevention.de.

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