Betrugsmasche

Hildesheimerin bekommt Anruf von „Oberkommissar Holzmann“ – und verliert Geld und Wertgegenstände

Hildesheim - Eine Hildesheimer Seniorin ist Opfer von Trickbetrügern geworden, die sich als „Oberkommissar Holzmann“ ausgegeben haben. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich bei ungewöhnlichen Anrufen verhalten und worauf man achten sollte.

Eine Seniorin aus Hildesheim ist Trickbetrügern zum Opfer gefallen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

Hildesheim - Ein Anruf des angeblichen „Oberkommissar Holzmann“ hat eine Seniorin aus Hildesheim um eine höhere dreistellige Summe und Wertgegenstände gebracht: Sie ist Trickbetrügern zum Opfer gefallen. Die Polizei gibt Präventionstipps.

Der Betrug begann mit einem Anruf von einem Mann, der sich als „Oberkommissar Holzmann“ vorstellte. Der Täter behauptete, die Nachbarin der Seniorin sei ausgeraubt worden und die ältere Frau könne möglicherweise ebenfalls Opfer von Räubern werden. Deswegen solle sie ihre Wertgegenstände in ihrem Briefkasten deponieren, damit diese in Verwahrung genommen werden können. Der angebliche Polizist gab der Frau auch mit auf den Weg, den Briefkasten offen zu lassen, weil die Kollegen, die die Gegenstände abholen, nicht persönlich in Kontakt mit ihr treten würde.

Seniorin deponierte tatsächlich Wertgegenstände

Die Hildesheimerin folgte den Anweisungen und deponierte tatsächlich einen höheren dreistelligen Geldbetrag und andere Wertgegenstände im Postkasten. Die unbekannten Täter holten die Gegenstände heraus – nun fehlt von ihnen jede Spur.

Polizei gibt Tipps

Um weitere Betrugsfälle zu verhindern, macht die Polizei noch einmal darauf aufmerksam, dass die Beamten niemanden anrufen und Vermögenswerte erfragen. Auch eine kontaktlose Abholung von Wertgegenständen wie Bargeld, Schmuck, EC-Karten oder Wertpapiere kommt nicht vor. Außerdem fordern Polizisten Bürgerinnen und Bürger nicht auf, Erspartes vom Konto abzuheben, um das Geld dann an einem verabredeten Ort wie einem Briefkasten oder einem Mülleimer zu deponieren. Gleiches gilt für die Zahlung einer Kaution, weil ein Freund oder Verwandter angeblich eine Straftat begangen oder einen schweren Unfall verursacht hat und nur so dem Gefängnis entgehen kann: Auch bei diesen Forderungen handelt es sich um Betrugsversuche.

„Seien Sie argwöhnisch“

In diesem Zusammenhang rät die Polizei: „Seien Sie argwöhnisch, wenn sich andere nach ihrem Vermögen erkundigen“. Gespräche, die zu den beschriebenen Szenarien passen, sollten beendet werden: „Das ist nicht unhöflich“, heißt es in einer Mitteilung, „damit sichern Sie ihr Eigentum“. Darüber hinaus sollten Betroffene sofort Vertraute, zum Beispiel Nachbarn, informieren. Ein weiterer Rat: „Rufen Sie Freunde oder Verwandte unter den Ihnen bekannten Rufnummern an - auch wenn diese Nummern sich angeblich geändert haben.“ Auch die Polizei sollte man kontaktieren. Die Nummern folgender Dienststellen sind rund um die Uhr erreichbar: Polizeiinspektion Hildesheim 05121/9390, Polizeikommissariat Alfeld 05181/91160, Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth 05063/9010, Polizeikommissariat Elze 05068/93030 und das Polizeikommissariat Sarstedt 05066/9850.

Wer nicht sicher ist, welche Dienststelle zuständig ist, kann sich an jede genannte Dienststelle wenden. Die Beamten werden in jedem Fall weiterhelfen, heißt es.

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