Radikalisierung in Hildesheim

Im Abu-Walaa-Prozess schweigt mutmaßlicher IS-Chef bei letztem Wort

Celle - Abu Walaa und seinen Mitangeklagten wird vorgeworfen, junge Menschen vor allem im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in IS-Kampfgebiete geschickt zu haben. Am Mittwoch hatten sie das letzte Wort vor Gericht.

Der wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung angeklagte Abu Walaa steht im Oberlandesgericht. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Celle - Der mutmaßliche Deutschland-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Walaa, hat zu Prozessende am Oberlandesgericht Celle die Möglichkeit des letzten Wortes nicht genutzt und geschwiegen.

Für einen Mitangeklagten forderten die Verteidiger am Mittwoch Freispruch vom Vorwurf der Unterstützung einer Terrororganisation im Ausland und eine Geldstrafe für die Weitergabe eines Handys. Der Mitangeklagte war kürzlich bereits aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Anklage hatte für ihn viereinhalb Jahre Haft gefordert.

Im Raum Hildesheim radikalisiert

Abu Walaa und den insgesamt drei Mitangeklagten wird vorgeworfen, junge Menschen vor allem im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in IS-Kampfgebiete geschickt zu haben. Die Männer stehen wegen Unterstützung des IS und Mitgliedschaft in der Terrormiliz seit September 2017 vor Gericht. Die Urteile sind für kommende Woche geplant. Für Abu Walaa hatte die Bundesanwaltschaft elfeinhalb Jahre Haft gefordert, für zwei weitere Mitangeklagte neuneinhalb und zehn Jahre Haft.

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