Covid-19

Impfzentren in Niedersachsen nehmen erst im Februar den Betrieb auf

Hannover - Die Landesregierung will in den kommenden Tagen eine Frequenz von rund 3000 Impfungen täglich schaffen. Am Montag waren es genau 3271. Die stationären Impfzentren sollen voraussichtlich erst Anfang Februar den Betrieb aufnehmen, sagte Claudia Schröder vom Krisenstab am Dienstagmittag.

Auch in Hildesheim wird es Impfzentren geben. Foto: Chris Gossmann

Hannover - Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen ist auch nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel bedrohlich hoch. Das hat die stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Corona-Krisenstabes, Claudia Schröder, am Dienstag gegenüber Journalisten erklärt.

Schröder sprach von „harten Zahlen“: So vermeldete sie 627 Neuinfektionen an einem Tag, die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liege bei 91,6, allein am Montag habe es 61 Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Niedersachsen gegeben. 1415 Patienten werden derzeit in den Krankenhäusern des Bundeslandes behandelt, 273 davon auf Intensivstationen, 184 müssen beatmet werden.


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Nach dem Start der Impfungen in Niedersachsen am 27. Dezember habe die Impfkampagne des Landes inzwischen ein Niveau von mehr als 3000 täglichen Impfungen erreicht. Am Montag waren es genau 3271. Diese Frequenz soll nun so zunächst beibehalten werden, sagte Schröder.

„Es gibt keine Impfpflicht“

Bei den Impfungen zunächst von Bewohnern und Personal in Pflegeeinrichtungen stelle das Land eine Impfbereitschaft von mehr als 80, teils mehr als 90 Prozent fest. Statistisch werde erfasst, wie viele Menschen sich nicht impfen lassen wollen – aber nicht mit konkreten Personendaten. „Es gibt keine Impfpflicht“, betonte Schröder. Der Betreib der stationären Impfzentren verschiebt sich dagegen voraussichtlich auf Anfang Februar. Früher sei das nicht möglich – „die Impfstofflieferung war bisher einfach nicht stabil genug“, sagte Schröder. Auch im Kreis Hildesheim wird es Impfzentren geben.

Zeitgleich zur Unterrichtung des Landes-Krisenstabes berieten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die 16 Ministerpräsidenten über Dauer und Details des zu verlängernden Lockdowns. Die Ergebnisse werden noch am Dienstag erwartet.

Schulen: Wechselunterricht bis Ostern?

Unterdessen fordert der Niedersächsische Städtetag, den sogenannten Wechselunterricht an den Schulen die kommenden drei Monate bis zu den Osterferien festzulegen, wie Hauptgeschäftsführer Jan Arning am Dienstag der HAZ erklärte. „Aus Sicht des Städtetages sind Planbarkeit und Verlässlichkeit für Schüler, Eltern, Lehrer und Schulträger jetzt besonders wichtig. In den Schulen und Kindertagesstätten muss Ruhe einkehren“, sagte Arning der HAZ.

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