Autobrände und die Frage nach einem Serientäter

Hildesheim - Die Feuerwehr musste in der Nacht auf Samstag zu Bränden am Galgenberg ausrücken. Innerhalb kurzer Zeit brannten dort zwei Fahrzeuge.

Hildesheim - Und schon wieder brennen Autos in Hildesheim. Die Tat eines bisher unbekannten Brandstifters? Seit dem 13. Juli ist es bereits der elfte Einsatz für die Feuerwehr innerhalb kurzer Zeit: In der Nacht auf Samstag werden die Helfer um 1.16 Uhr alarmiert. Und dann geht es quasi im Zehn-Minuten-Takt weiter.

Brennender Mercedes an einer Straße

Zuerst brennt ein Wagen, der in der Straße An der Ortsschlumpquelle abgestellt worden ist, ein Mercedes der C-Klasse. Als der Einsatzzug der Berufsfeuerwehr sowie die hinzugezogenen Freiwilligen Ortswehren aus Achtum und Einum eintreffen, können sie nur noch ein Wrack löschen. Der Mercedes brennt lichterloh und wird vollständiges Opfer der Flammen. Als Schadenswert gibt die Polizei für den Gebrauchtwagen noch 3000 Euro an.

Während die Einsatzkräfte noch mit den Löscharbeiten beschäftigt sind, gibt es um 1.29 Uhr eine weitere Alarmmeldung, in der naheliegenden Gartenkolonie soll eine Laube brennen, teilt Volker Huck später der HAZ auf Anfrage mit. Doch die Meldung entpuppt sich als Fehlalarm. Dorthin hatte sich lediglich Rauch von dem brennenden Auto hinverzogen.

Ein brennender Wohnwagen nur wenige Meter weiter

Entspannung für die Feuerwehrleute gibt es allerdings nicht. Denn als die Einsatzkräfte der Berufswehr den Löscheinsatz An der Ortsschlumpquelle ihren Kollegen überlassen wollen, fahren sie die schmale Straße in Richtung Ameos Klinikum noch etwas weiter hoch, um dort zu wenden. Und entdecken dort um 1.39 Uhr einen weiteren Brand: Ein Wohnwagenanhänger hat im Mönkemöllerweg Feuer gefangen und brennt ebenfalls lichterloh.

Auch hier springen die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren aus Achtum und Einum ihren Kollegen beim Löschen wieder zur Seite. Während der Mercedes nach dem Löscheinsatz noch an seiner Metallkarosserie zu identifizieren ist, bleibt von dem Wohnwagenanhänger nur noch ein zusammengeschmolzener Rest übrig. Nur noch eine Propangasflasche und einige weitere Metallgegenstände sind zu erkennen.

Die Polizei ermittelt

Die Brandreste sind von der Polizei noch mit Absperrband gekennzeichnet worden. Sie sind am Wochenende aber nicht entfernt worden. Am heutigen Montag wird sich das Spurensicherungsteam der Polizei beide Brandstellen vornehmen. Sie wollen rekonstruieren, ob es zwischen beiden Tatorten einen Zusammenhang gibt und ob unter anderem Brandbeschleuniger einen Hinweis auf eine etwaige Brandstiftung geben können.

Seit Mitte Juli sind in Hildesheim mittlerweile acht Autos, ein Wohnwagenanhänger, ein normaler Anhänger und ein Carport in Brand gesteckt worden. Die meisten Fälle waren in der Nordstadt, nach der Stadtmitte ist nun auch der Bereich Galgenberg betroffen. Ob es sich um einen Serienbrandstifter handelt, ist allerdings noch unklar.

Wer in der Nähe der Tatort verdächtiges gesehen hat, wird gebeten sich unter 939-115 bei der Polizei in Hildesheim zu melden.

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