Nachhaltige Gemeinde

In Holle könnten Grünstreifen zu Naschgärten werden

Holle - Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und wie sie für die Gemeinde Holle in die Praxis umgesetzt werden kann.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe überlegen sich, wie Holle als nachhaltige Gemeinde aussehen muss. Foto: Privat

Holle - Holle will sich das Zertifikat „Nachhaltige Gemeinde“ erarbeiten. Dafür hat sich im April eine Arbeitsgruppe formiert, die Projekte erarbeitet und deren Umsetzung vorantreibt. Unterstützt wird die Arbeitsgruppe durch die Kommunale Umwelt AktioN (UAN), die parteilos und ungebunden arbeitet, Kommunen bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen zur Seite steht. Am Dienstag trafen sich die Teilnehmer der Gruppe und nahmen die nächsten Ziele ins Visier.

Gut gemischte Gruppe

Meike Fuths, Bauamtsmitarbeiterin der Gemeinde Holle, ist als Vertreterin der Gemeinde mit an Bord. Wie sie berichtet, hat sich die Gruppe in den vergangenen Monaten formiert, etwa 15 Teilnehmer sind dauerhaft dabei. Beim jüngsten Treffen gab es mit Peter Deicke, dem Senior-Chef des Familienparks Sottrum, noch einen Neuzugang. „Die Gruppe ist wirklich gut gemischt. Es sind Theoretiker und Praktiker dabei“, berichtet Fuths. Nachdem anfangs ein Ideen-Pool gefüllt wurde, gehe es nun an die Feinarbeit.

Verschiedene Bereiche

Abgedeckt werden sollen verschiedene Bereiche, etwa Mobilität, natürliche Ressourcen und Umwelt, Klima und Energie, Kooperation und globale Verantwortung. Dafür werden Ziele gesteckt und Umsetzungen überlegt. Etwa die Vorstellung regionaler Produkte, das Finden von Vertriebswegen wie Eierautomaten oder Dorfläden, die Nutzung alternativer Energien, der Ausbau und die Erweiterung der Radwege, Baumpflanzungen, Wildblumenwiesen als Bienenweiden, Blühstreifen entlang der Straßen statt Gras, umweltschonendes Parken am Bahnhof Derneburg, Nistmöglichkeiten für Mauersegler, Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes und vieles mehr.

Heinrich Hartmann aus Grasdorf bietet zwischen Weihnachten und Neujahr etwa eine Energiewanderung in Richtung Wohldenberg an. Dabei wird er sich der Frage widmen, wie sichtbar die Möglichkeiten der Gewinnung erneuerbarer Energien in der Gemeinde schon sind.

Naschgärten anlegen

Eine weitere Idee der Gruppe ist, auf öffentlichen Grünstreifen Naschgärten anzulegen. „Das kann ich mir sehr gut vorstellen“, sagt Meike Fuths. Gemeinsam mit ihren Kindern würde sie auch ein Beet Bohnen oder Erbsen bestücken wollen. „Ich denke, es ist wichtig, in solche Projekte auch Kinder und Jugendliche einzubeziehen“, sagt sie. Beim nächsten Treffen am 8. Dezember soll unter anderem dieser Vorschlag nachjustiert werden.

Wichtig sei Fuths, dass die Überlegungen auch konkret werden. Darauf setzt auch Parkchef Peter Deicke. Er will sich im Bereich Natur und Umweltschutz einbringen. Im Park könnten etwa Ausstellungen zu Wildbienen oder Mauerseglern gezeigt werden. „Ich habe in den vergangenen Jahren sehr gute Kontakte zu Greenpeace aufgebaut, die würden uns sicher unterstützen“, erklärt der 91-Jährige, der sich seit 30 Jahren mit Nachhaltigkeit beschäftigt.

Wer Interesse hat, sich am Weg zur nachhaltigen Gemeinde Holle zu beteiligen, kann sich bei Meike Fuths unter 0 50 62 / 90 84 - 22, E-Mail: fuths@holle.de, melden.

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