Juwelier Rossbach schließt

Aus für Alfelder Traditionsgeschäft

Alfeld. Noch hängen an den Wänden von Michael Rossbachs Büro ein Schwarz-Weiß-Foto seines Großvaters Ernst und die Meisterurkunde seines Vaters Heinz aus dem Jahr 1953. Der 59-Jährige betreibt das Geschäft, das seinen Familiennamen trägt, in der dritten Generation. Mit ihm wird die Geschichte des Traditionsbetriebs nun nach 102 Jahren enden. Zum vierten Advent schließt Rossbach.

„Wenn Sie sich Alfeld angucken, wissen Sie warum“, sagt Michael Rossbach. In den vergangenen Jahren hätten einige inhabergeführte Geschäfte in Alfeld geschlossen. Ob links die Bäckerei Thiesemann oder rechts Wiederholt – „Das ist überall so“, sagt er. „Es ist schon Normalität, es macht ja ständig jemand zu.“ Diesen Schritt, den er bald hinter sich hat, haben viele noch vor sich, glaubt Rossbach.

Die vergangenen anderthalb Jahre seien geprägt gewesen von Termineinkauf, kompletter Schließung und Kurzarbeit. Einen Nachfolger gibt es nicht. „Sie werden nie jemanden finden, der so einen Laden übernimmt“, sagt er. Sein Großvater Ernst hatte das Geschäft 1925 eröffnet, Rossbach führt es in der dritten Generation. Nun plant er den Ruhestand: „Es nützt nichts, immer weiterzumachen und zu hoffen, dass alles gut wird.“

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