Arbeiten starten Montag

Sanierung am Hildesheimer Kehrwiederwall verzögert sich – Sperrungen bis in den Hochsommer

Hildesheim - Eigentlich sollte im Januar die Sanierung des Kanals im Kehrwiederwall beginnen. Doch es geht später los. Was heißt das für die Sperrung des Walls und für Bürgerinnen und Bürger?

SEHi-Bereichsleiter Michael Ködding steht ungefähr an der Stelle, wo im Kehrwiederwall der kaputte Kanal liegt. Die Fläche ringsherum ist gerodet, weil dort eine Baugrube entstehen soll. Foto: Rainer Breda

Hildesheim - Am Montag beginnt eine Firma damit, den Kehrwiedergrund zu sanieren: Für Fußgänger ist damit zwischen den Zugängen zu der Grünanlage am Goschentor und am Weinberg bis auf Weiteres kein Durchkommen.

Eigentlich sollte der Wall zu Pfingsten wieder offen sein

Eigentlich wollte die Stadtentwässerung (SEHi) im Januar auch mit der Reparatur des Kanals im Kehrwiederwall nebenan loslegen. Doch der Auftakt verzögert sich. Damit bleibt der Weg auf dem Wall länger gesperrt als ursprünglich geplant – eigentlich sollte er zu Pfingsten wieder frei sein.

Der Wall ist seit Ende August zwischen der Lucienvörder Straße und dem Ausgang am Neuen Tor gesperrt: Nach starken Regenfällen war ein Mischwasserkanal, der in dem Bauwerk verläuft, an mehreren Stellen geplatzt und in einem Bereich sogar geborsten. Dadurch trat Wasser aus; ein Gutachter schloss damals nicht aus, dass der Hang unterspült sein und unvermittelt abrutschen könnte. Die SEHI entschied sich daraufhin, den Weg auf dem Wall auf etwa 200 Metern zu blockieren.

Für die Sanierung hat das Unternehmen fünf Monate Bauzeit geplant; Anfang Juni sollte das Vorhaben, das auch mit der Sperrung der Zugänge zum Ehrlicher-Park aus Richtung Hohnsen einhergeht, eigentlich abgeschlossen sein. Der Bereich, in dem eine 18 Meter breite Baugrube entstehen soll, ist auch bereits gerodet; dort fielen sieben Bäume und etliche Sträucher dem Eingriff am Wall zum Opfer. Die Inititive Baumschutz hatte sich zuvor vergeblich um den Erhalt bemüht.

Startschuss für Arbeiten fällt nun voraussichtlich im Februar

Doch es wird noch etwas dauern, bis auf der Fläche tatsächlich Baufahrzeuge anrücken. Denn bei der ursprünglichen Zeitprognose ging die SEHi von einem Start im Dezember, spätestens im Januar aus.

Aber daraus wird nichts, wie Bereichsleiter Michael Ködding jetzt der HAZ sagte. So lägen noch nicht alle Angebote der Firmen vor, die zum Erledigen der Arbeiten zur Auswahl stehen. Daher sei der Auftrag noch nicht vergeben, erklärte Ködding. Er rechnet nun damit, dass es im Februar losgeht. Die eigentliche Bauzeit ändere sich zwar nicht, verschiebe sich aber nach hinten.

Arbeiten bis in den Hochsommer

Damit ziehen sich die Arbeiten bis in den Hochsommer. Entsprechend länger bleibt der betroffene Wall-Abschnitt gesperrt, ist der Zugang zum Ehrlicher-Park eingeschränkt. Für die Menschen sei das unangenehm, räumt der SEHI-Bereichsleiter ein, der um die Beliebtheit der Gegend weiß. Doch die Arbeiten müssten nun einmal erledigt werden. Es gebe auch keine Verzögerung. „Der Eingriff ist nun einmal komplex, so etwas plant man nicht mit heißer Nadel.“ Der Kanal ist etwa 115 Jahre alt; auf zwei jeweils etwa 50 Metern langen Abschnitten soll ein Schlauch in die Rohre eingezogen werden. Dort, wo der Kanal am stärksten beschädigt ist, entsteht auf 18 Metern ein neuer Kanal aus Beton.

Weil die Stadt bei der Grünanlagensanierung auch den Kehrwiederwall einbezieht, müssen sich dessen Nutzer auf eine weitere Einschränkung einstellen. So ist der Weg voraussichtlch ab 14. Februar komplett gesperrt – also nicht nur in dem Bereich, wo der SEHi-Kanal verläuft, sondern auch aus Richtung Osten, also gleich am Eingang in der Annenstraße gegenüber der HAWK.

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