Begrüßung

Kommt der Handschlag aus der Mode?

München - Händeschütteln zur Begrüßung ist nach wie vor Standard. Doch einige in Deutschland finden den Handschlag zu distanziert, manche schlicht uncool und viele unhygienisch. Sagen wir uns bald auf andere Weise Hallo?

Händeschütteln bekommt zunehmend Konkurrenz – zum Beispiel durch «Faust gegen Faust». Foto: David Davies/PA Wire/dpa

München - Händeschütteln als Begrüßungsritual bekommt zunehmend Konkurrenz. «Die Varianz wird größer, Regeln sind nicht mehr so starr wie früher», sagte die Vorsitzende des Deutschen Knigge-Rats, Agnes Anna Jarosch, der Deutschen Presse-Agentur in München. Wangenküsse etwa seien im Kommen. Jugendliche begrüßten sich «Faust gegen Faust». Noch sei der Handschlag in Deutschland aber Standard.

Ein Nasenkuss vielleicht

Auch Imme Gerke, die interkulturelle Schulungen anbietet, verwies auf die Vielzahl an Begrüßungsformen, die es weltweit gibt: «Umarmen, Nasenkuss, mit der Stirn berühren, Hand aufs Herz legen, verbeugen - das sind alles Spielarten.»

Amerikaner etwa praktizierten häufiger eine Zwei-Schritt-Begrüßung: Auf den Handschlag folgt eine Umarmung. «Das Begrüßungsritual wird sich verschieben», so Gerke. «Aber man sollte sich darauf einigen, dass man sich grüßt - auf welche Weise auch immer.» Das sei auch für Kinder wichtig als soziale Kompetenz.

Sorge vor Infektion

Als einer der Hauptgründe für den Verzicht aufs Händeschütteln gilt die Sorge vor Infektionen wegen kontaminierter Hände des Gegenübers.

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