Kampf gegen das Coronavirus

Kreis Hildesheim plant Impfzentren in der Arneken Galerie und in Sarstedt

Hildesheim/Sarstedt - Der Landkreis will in Bälde weitere Dauer-Impfstellen in Betrieb nehmen – im Hildesheimer Einkaufszentrum und in der zweitgrößten Stadt im Kreisgebiet.

Die Arneken Galerie soll von Mitte Dezember an eine dauerhafte Impfstelle beherbergen. Foto: Clemens Heidrich (Archiv)

Hildesheim/Sarstedt - Der Landkreis Hildesheim will Mitte Dezember zwei weitere Impfzentren in Stadt und Landkreis eröffnen. Solche Dauer-Impfstellen, wie es sie derzeit am Gesundheitsamt und in Alfeld gibt, sollen am Montag, 13. Dezember, auch in der Arneken Galerie und in Sarstedt den Betrieb aufnehmen. Das hat die erste Kreisrätin Evelin Wißmann am Donnerstagabend im Sozialausschuss des Kreistages angekündigt. In Sarstedt stehe der genaue Standort aber noch nicht fest.

Zudem zieht die bisherige improvisierte Impfstelle am Gesundheitsamt bald an den früheren Impfzentrums-Standort, die alte Tüpker-Halle in Himmelsthür, um. Zusätzlich soll von der kommenden Woche ein der neue Impfbus des Arbeiter-Samariterbundes (ASB) Orte im Landkreis ansteuern. Wißmann sagte zudem, sie gehe davon aus, dass sich der Landkreis nach der Stiko-Empfehlung auch Kinder in seinen Einrichtungen impfen werde.

Lynack und Wißmann im Duett

Landrat Bernd Lynack betonte, der Landkreis wolle beim Impfen „richtig Strecke machen“. Er bezeichnete die Pandemie-Bekämpfung als „Chefsache, die nicht nur auf zwei Schultern lasten darf“. Er teile sich die Führungsarbeit mit seiner Vertreterin Wißmann. Die Impfkampagne, von der Ersten Kreisrätin schon im Frühjahr und Sommer verantwortet, liege nun wieder in deren Zuständigkeitsbereich.

Der Ausschuss-Vorsitzende Dirk Bettels und die Kreistagsabgeordneten Clemens Gerhardy und Constantin Janzen (alle CDU) begrüßten die Pläne einerseits, mahnten aber auch, dann müsse auch genug Impfstoff da sein. Es dürften keine Erwartungen geweckt werden, die nicht zu erfüllen seien.

Weniger Biontech

Gesundheitsamts-Chefin Dr. Katharina Hüppe räumte ein, der Landkreis bekomme derzeit wie auch die meisten Arztpraxen deutlich weniger Biontech-Impfstoff als bestellt. Für diese Woche habe sie 7000 Dosen bestellt und 2100 erhalten, für die nächste Woche seien sogar nur 1260 zugesagt. Dafür erhalte der Kreis aber die georderten 10.000 Dosen des Moderna-Vakzins, mit denen wegen der geringeren Dosierung bei Booster-Impfungen noch mehr Impfwillige versorgt werden können. Biontech bleibe gemäß der Stiko-Empfehlung unter 30-Jährigen und Schwangeren vorbehalten.

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