Corona-Krise

Kultusminister erteilt Schul-Abschlussfeiern eine klare Absage

Hannover - Zehntausende Schüler in Niedersachsen haben in den vergangenen Wochen unter Corona-Bedingungen ihre Abschlussklausuren geschrieben. Nun erteilt der Kultusminister Abschlussfeiern und Abibällen eine klare Absage.

Dichtes Gedränge bei Abibällen: Das soll es dieses Jahr in Niedersachsen nicht geben. Foto: Roland Holschneider/dpa

Hannover - Die schriftlichen Prüfungen sind geschafft, in dieser Woche beginnen für die rund 11 500 Abiturienten in Niedersachsen die mündlichen Prüfungen – doch Abschlussfeiern und Abibälle wird es in diesem Jahr nicht geben. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat jetzt für alle Entlassungsfeiern eine klare Absage erteilt. „Für die Schulabgänger und die Familien tut mir das sehr leid, weil diese Veranstaltungen häufig das Highlight der Schulzeit sind“, sagte Tonne der Nachrichtenagentur dpa.

Solche Feste mit Hunderten Menschen fielen unter das bis Ende August geltende Veranstaltungsverbot. „Die Feiern können gegebenenfalls nachgeholt werden - das würde mich sehr freuen, auch wenn es natürlich nicht dasselbe ist“, sagte Tonne.

Wie ist es in anderen Bundesländern?

Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen wollen Schülern zumindest eine feierliche Übergabe von Abschlusszeugnissen im Beisein ihrer Eltern ermöglichen. In welchem Rahmen und mit welchen Auflagen genau dies in NRW geschehen soll, steht noch nicht fest.

Für Niedersachsen sagte Kultusminister Tonne: „Abschlussfeiern und Abibälle können in diesem Jahr leider nicht stattfinden.“ Wegen der Rückkehr der Gymnasien zum Abi nach 13 Schuljahren gibt es in diesem Jahr deutlich weniger Abiturienten in Niedersachsen als sonst. Außerdem macht ein Teil der rund 60 000 Schüler der Jahrgänge 9 und 10 an Ober-, Gesamt-, Real- und Hauptschulen Abschlussprüfungen.

Was ist mit Einschulungen?

Niedersachsen arbeite an einem Konzept, um Einschulungsfeiern für die kommenden Erstklässler zu ermöglichen, sagte Tonne. Die Sommerferien gehen Ende August zu Ende - der reguläre Unterricht für die Erstklässler würde nach bisherigem Stand am 31.8. beginnen. „Ich halte dieses emotionale Willkommenheißen für sehr wichtig, damit die Kinder einen guten Schulstart haben“, sagte Tonne. „Es ist aber klar, dass auch hier der Infektionsschutz gewährleistet sein muss.“

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