Angeblich vom Paketdienstleister

„Ihr Paket ist da“: Landeskriminalamt warnt vor gefährlichen SMS mit Schadsoftware

Hannover - Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor den Kurznachrichten eines angeblichen Paketdienstleisters: Sie enthalten Schadsoftware. Wie man vorgehen soll, wenn man eine solche SMS enthält.

Betrüger schicken SMS mit Schadsoftware auf angebliche Paket-Empfänger. Foto: Chris Gossmann

Hannover - Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat vor SMS-Nachrichten eines angeblichen Paketdienstleisters mit einem gefährlichen Link gewarnt. Wer diesen Link öffnet, installiert damit auf seinem Handy eine Schadsoftware, die diese SMS im Hintergrund massenhaft verschickt.

Es gebe bundesweit Hinweise auf die Betrugsmasche, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts am Mittwoch. Das Problem sei „sehr weit verbreitet“, Zahlen zur Größenordnung gebe es aber nicht. Auch die Polizei in Osnabrück und Nienburg warnte vor dubiosen SMS. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Per SMS Lieferung angekündigt

Nach Angaben der Polizei in Osnabrück kam es zu vergleichbaren Fällen in Stadt und Landkreis. Demnach kündigten Unbekannte unter dem Namen eines Paketdienstleisters per SMS eine Lieferung an. Der Link, auf den die Opfer klicken sollten, führte allerdings nicht zur Sendungsverfolgung, sondern lud im schlimmsten Fall eine Schadsoftware herunter, die das Gerät lahmlegte oder sensible Daten preisgab. Auch im Raum Nienburg gab es ähnliche Fälle: Laut Polizei hieß es in der SMS etwa „Ihr Paket wurde versandt“ oder „Ihr Paket liegt zur Abholung bereit“.

Die Polizei riet dringend davon ab, unbekannte Links zu öffnen. Auch gebe es die Möglichkeit, SMS von unbekannten Absendern zu blockieren. Wer den Link in der SMS bereits angeklickt hat, sollte das Handy in den Flugmodus schalten, damit kein Zugang zum Internet mehr besteht. Dann sollte über eine WLAN-Verbindung ein Virenscanner heruntergeladen werden. Auch solle das Smartphone im abgesicherten Modus gestartet und die zuletzt installierten Apps gelöscht werden, riet das Landeskriminalamt.

iPhone-Nutzer offenbar nicht betroffen

Laut Landeskriminalamt dürften iPhone-Nutzer mit der SMS keine Probleme bekommen, weil Apps im Apple-System nicht einfach so installiert werden könnten. Dennoch werde vom Anklicken des Links abgeraten. Damit dürfte es sich vor allem um ein Android-Problem handeln.

Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel