Unfall in Banteln

Mann stößt mit Rolli-Fahrerin zusammen – und fährt lachend davon

Banteln - Gehbehinderte Frau aus dem Landkreis Hildesheim wird bei einem Unfall verletzt. Diese Anzeige kommt zudem noch auf den Verursacher zu.

Die Polizei Elze sucht Zeugen, um den Unfall sowie die unterlassene Hilfeleistung aufklären zu können. Foto: Chris Gossmann

Banteln - Eine gehbehinderte Frau aus Banteln wird in ihrem Elektrorollstuhl von einem Radfahrer angefahren – auf dem Gehweg. Doch Hilfe bekommt sie von ihm nicht, der Mann macht sich lachend aus dem Staub.

Gegen E-Rolli geprallt

Der Vorfall passierte am Montag, 26. Juli, gegen 11.20 Uhr. Die 72-jährige Frau fuhr nach Auskunft der Polizei zu dieser Zeit mit ihrem Elektrorollstuhl die Straße Lehder Berg entlang. An der Fußgängerampel in Höhe der Calenbergallee wollte sie die Straße überqueren. In diesem Moment kam plötzlich ein Radfahrer auf dem Gehweg aus Richtung der Gronauer Innenstadt angefahren, konnte offensichtlich nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr gegen den Elektrorollstuhl der Bantelnerin.

Verletzungen müssen in Klinik behandelt werden

Der E-Rolli prallte durch den Stoß gegen einen Ampelmasten. Das alles kümmerte den bislang unbekannten Radfahrer nicht weiter. Nach Aussage des Opfers lachte der Mann laut und fuhr dann einfach weiter, ohne Hilfe zu leisten. Die Bantelnerin erlitt Beinverletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ihr Elektrorollstuhl wurde zudem leicht beschädigt.

Vollglatze und schäbiger Mantel

Der Radfahrer wird von der Frau als männliche Person zwischen 50 und 60 Jahren beschrieben. Er hatte eine Vollglatze und trug einen Mantel, der einen auffallend schäbigen Eindruck gemacht habe. Der Mann fuhr auf einem alten schwarzen Fahrrad und soll nach Auskunft der betroffenen Frau stark nach Alkohol gerochen haben.

Polizei sucht Zeugen

Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise auf den flüchtigen Radfahrer geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei Elze unter der Telefonnummer 05068/ 93030 in Verbindung zu setzen. Wer bei Unglücksfällen oder in Notsituationen nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten ist – ohne sich selber in Gefahr zu bringen – kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden.

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