Gesundheitsamt im Einsatz

Masern: Kontrollen an Söhlder Schule

Kreis Hildesheim/Söhlde - Der erneute Masernausbruch im Kreis Hildesheim betrifft vier Menschen. Der erste Patient hat sich in Thailand angesteckt – vielleicht hat sich das Virus auch bei einem Adventsbasar an der Söhlder Oberschule weiter verbreitet.

Die Oberschule Söhlde: Wurde das Masern-Virus hier weitergegeben? Foto: Archiv

Kreis Hildesheim/Söhlde - Der Landkreis Hildesheim hat am Dienstagnachmittag Details zu dem aktuellen Masern-Ausbruch im Landkreis Hildesheim veröffentlicht. Im Labor bestätigt wurde die Krankheit bei einem Erwachsenen, der sich während einer Thailandreise infiziert und nach seiner Rückkehr drei Menschen aus seinem privaten Umfeld angesteckt hatte – darunter einen Säugling aus dem Landkreis Peine. Jetzt ist außerdem bekannt geworden, dass eine weitere Person, die nur einen flüchtigen Kontakt mit dem Erwachsenen hatte, ebenfalls an Masern erkrankt ist. Sie hatte am vergangenen Freitag einen Adventsbasar in der Oberschule Söhlde besucht.

Hausverbote bis 20. Dezember

Dort werden am Mittwoch Impfpässe aller Schüler sowie aller dort Beschäftigten überprüft. Allen Personen ohne eine ausreichenden Impfschutz wird untersagt, die Schule bis einschließlich 20. Dezember zu betreten oder an dortigen Veranstaltungen teilzunehmen. Außerdem dürfen die potenziell Infizierten grundsätzlich die eigene Wohnung nicht verlassen, um andere nicht immune Personen nicht anzustecken. Die Kreisverwaltung spricht in einer Pressemitteilung zwar nur von Kontrollen an „einer Schule“, nach Informationen der Redaktion handelt es sich aber um die betroffene Oberschule.

In der Schule angesteckt?

Angesteckt haben können sich laut Kreis-Gesundheitsamt alle Besucher ohne ausreichenden Impfschutz, die am Freitag, 29. November, in der Zeit zwischen 12.30 und 15 Uhr und von 17 bis 19.30 Uhr die Veranstaltung in Söhlde besucht haben. Sie werden gebeten, sich umgehend bei einem Arzt ihres Vertrauens zu melden. Eine Ansteckungsgefahr geht von ihnen erst am kommenden Wochenende aus.

Krankheitsanzeichen werden voraussichtlich erst ab dem 12. Dezember sichtbar sein, also etwa drei bis fünf Tage nach Beginn der Infektiosität: Fieber, trockener Husten, wässriger Schnupfen, Bindehautentzündung und bräunlich-rosafarbene, leicht erhabene, zusammenfließende Hautflecken zuerst im Gesicht und hinter den Ohren. Der Erreger wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen. Schon kurze und flüchtige Kontakte mit Erkrankten während der Infektionsphase können laut Landkreis zu einer Erkrankung führen. Dabei reicht es sogar aus, wenn sich ein Erkrankter zwei Stunden zuvor im selben Raum aufgehalten hat oder zum Beispiel mit demselben Bus gefahren ist.

Hotline beim Gesundheitsamt

Im Gesundheitsamt stehen auch am Mittwoch zwei Mitarbeiterinnen unter den Telefonnummern 309-71 51 und 309-73 62 für Fragen zur Verfügung. Über das Ergebnis der Kontrolle will das Gesundheitsamt am Mittwoch in den späten Mittagsstunden berichten.

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