Neue Regelung

Medizinische Masken auch auf dem Sarstedter Wochenmarkt Pflicht

Sarstedt - Eine einfache Stoffmaske reicht nicht mehr: Auch auf dem freitäglichen Wochenmarkt in Sarstedt müssen die Kunden ab sofort medizinische Masken tragen.

Die Maskenpflicht wurde noch einmal erweitert: Auf dem Wochenmarkt sind nur noch medizinische Masken erlaubt. Foto: Viktoria Hübner

Sarstedt - Die sogenannte Alltagsmaske hat seit Montag vielerorts ausgedient. Beim Einkaufen, in Bus und Bahn, in der Kirche und in Pflegeheimen müssen OP-Masken oder virenfilternde Masken der Standards FFP2 und KN95/N95 N95 getragen werden. Diese Regelung gilt künftig auch auf dem Sarstedter Wochenmarkt, wie die die Stadtverwaltung am Mittwoch offiziell mitgeteilt hat. Die einfachen Stoffmasken, ob selbst genäht oder gekauft, sind nicht mehr ausreichend.

Zu Marktzeiten FFP2

Die erweiterte Maskenpflicht auf Wochenmärkten ergibt sich aus der aktuellsten Fassung der Niedersächsischen Corona-Verordnung. Folglich besteht in der Sarstedter Fußgängerzone, die sich über die Enge Straße und über den Großteil der Steinstraße erstreckt, die Pflicht, freitags zum Wochenmarkt eine medizinische Maske zu tragen. Außerhalb des Wochenmarktes können Passanten allerdings weiterhin eine textile Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Die Anordnung gilt indes nicht für Menschen, denen aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung, oder einer Vorerkrankung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies auch durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können; auch Kinder unter sechs Jahren müssen keine Maske tragen. Kinder und Jugendliche von sechs bis 14 Jahren dürfen dagegen auf eine Alltagsmaske zurückgreifen.

Polizei kontrolliert

Damit diese Vorgaben sowie weitere Regelungen der Corona-Verordnung eingehalten werden, wird die Polizei das Treiben auf dem Markt kontrollieren. Verstöße gegen die Verordnung werden mit einem Bußgeld geahndet.

1. FC Sarstedt verteilt Masken -

Der Fußballverein 1. FC Sarstedt wird am morgigen Freitag beim Wochenmarkt in der Fußgängerzone 500 FFP2-Masken an Bürger über 50 Jahren verteilen. Das teilt der Vereinsvorsitzende Viktor Rosenfeld mit. „Unser Stand wird direkt gegenüber vom Rathaus stehen“, sagt Rosenfeld. Die Ausgabe beginnt ab 13 Uhr und endet um 17 Uhr – oder sobald der Vorrat aufgebraucht ist. Für jede Person sind maximal zwei Masken vorgesehen, Geld muss aber niemand bezahlen. Die medizinischen Mund-Nasen-Bedeckungen können kostenlos abgeholt werden.

Die Idee zu der Aktion entstand kurzfristig, genauso spontan erklärte sich der Sponsor Detlef Paulsen Arbeitsschutz aus Sarstedt bereit, das Vorhaben zu unterstützen. „Der Geschäftsführer Thomas Röttcher hatte uns innerhalb von Sekunden zugesagt“, freut sich Rosenfeld.

Der Wochenmarkt in Sarstedt findet freitags von 14 bis 18 Uhr statt.

Hier müssen auch medizinische Masken getragen werden:

–im Einzelhandel, hierzu zählen: Supermärkte, Getränkehandel, Abhol- und Lieferdienste, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien, Geschäfte für Optik und Hörgeräte, Banken, Poststellen. Die Pflicht gilt auch für die Eingangsbereiche sowie für die dazugehörigen Parkplätze.

– im öffentlichen Personenverkehr, das heißt in Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn, Züge, Taxen, in Bahnhöfen, an Haltestellen und deren Wartebereichen; auch in Flugzeugen deutscher Gesellschaften und Flughäfen wird die Maskenpflicht verschärft. Ab dem 1. Februar müssen auch dort medizinische Masken oder solche mit der FFP2-Norm getragen werden;

– in Gottesdiensten und bei anderen religiösen Veranstaltungen in Kirchen, Synagogen, Moscheen und anderen geschlossenen Räumlichkeiten und auch bei Zusammenkünften anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften.

–bei Tätigkeiten oder Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Das gilt insbesondere in der Gesundheitsversorgung, der Pflege und bei körpernahen Dienstleistungen. Dazu gehören auch Arztpraxen.

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