Schulalltag in der Corona-Krise

Minister: Abschlussprüfungen in Niedersachsen werden nicht verschoben

Hildesheim/Hannover - Die Corona-Pandemie hat den Schulalltag durcheinander gewirbelt. Viele Kinder und Jugendliche müssen derzeit überwiegend zuhause lernen. Manche fordern deshalb, die Abschlussprüfungen zu verschieben oder abzusagen.

Ein Schüler eines geteilten Kurses der Oberstufe sitzt mit Mund-Nasen-Bedeckung in einem Klassenraum und bearbeitet eine Aufgabe. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Hildesheim/Hannover - Obwohl der Großteil der Schüler derzeit zu Hause unterrichtet wird, will Niedersachsens Landesregierung an den Terminen für die Abschlussprüfungen in den Schulen festhalten. „Eine Absage der Prüfungen halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Das ist eine Debatte zur Unzeit“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Die Schüler haben Anspruch auf eine faire Prüfung.“

Der Schulleitungsverband Niedersachsen hatte Mitte Januar gefordert, die Prüfungen abzusagen. Insbesondere bei den Lehrern stieß der Vorschlag allerdings auf Widerstand. Die Lehrer warnten vor „Notabschlüssen“, denen es bundesweit an Anerkennung mangeln könne.

Entscheidung vertagt?

Kultusminister Tonne sagte nun, eine Verschiebung der Abiturprüfungen sei „unwahrscheinlich, weil das nur wenige zusätzliche Tage bringen würde“. Er ergänzte aber: „Ob es zu Verschiebungen bei den mittleren Abschlüssen kommt, werden wir in den nächsten Wochen entscheiden.“

Tonne betonte, dass das Land es schon jetzt ermöglicht habe, Inhalte, die nicht im Unterricht behandelt wurden, von den Prüfungen auszunehmen. „Die Schulen erhalten auch bei den zentralen Prüfungen eine größere Auswahl bei den Aufgaben“, versicherte er.

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