Covid-19

Mittlerweile knapp 20.000 Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Niedersachsen registriert einen Anstieg der Covid-19-Fälle, schneidet aber laut Ministerpräsident Stephan Weil besser ab als andere Länder. Der Regierungschef spricht einen Rat für die Herbstferien aus.

In Niedersachsen sind fast 20.000 bestätigte Corona-Infektionen registriert. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-t

Hannover - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Niedersachsen am Wochenende um 268 Fälle gestiegen. Insgesamt seien 19.838 Covid-19-Infektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag (Stand 9 Uhr) in Hannover mit. Samstag waren es 186, Sonntag 82 neue Fälle. In seiner aktuellsten Statistik vom Freitag hatte der Landkreis Hildesheim für die Region zehn bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Niedersachsen stehe derzeit um einiges besser da als der Bundesdurchschnitt, sagte Ministerpräsident Stephan Weil am Samstag bei „Hallo Niedersachsen“ im NDR. Dennoch müssten alle weiterhin sehr vorsichtig sein. „Am besten wir bleiben alle in den Herbstferien bei uns zu Hause in Niedersachsen“, sagte der SPD-Politiker.

Hier liegen die Fallzahlen am höchsten

Am höchsten liegen die Fallzahlen im Landesvergleich weiter im Landkreis Cloppenburg. Allerdings sinken sie, am Sonntag waren es 34,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - am Freitagmorgen hatte der Wert noch bei 47,5 gelegen. Im Landkreis Cloppenburg bleiben sämtliche Sportanlagen für den Vereins- und Freizeitsport gesperrt, Schulen sollen aber nicht komplett geschlossen werden. Die Einschränkungen gelten nach Behördenangaben zunächst bis zum 11. Oktober.

Der Landkreis Friesland hat mit 29,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die landesweit zweithöchste Fallzahl. Zwölf neue Fälle gehen auf eine private Feier von Jugendlichen zurück, wie der Landkreis am Freitagabend mitteilte. Vorsorglich wurden Einschränkungen für private Treffen, Gastbetriebe und den Vereinssport verfügt. Die Schulen im Landkreis Friesland sollen spätestens ab Donnerstag bis zu den Herbstferien in ein Schichtmodell wechseln. Das bedeutet, dass nur kleine Gruppen zur Schule kommen dürfen werden und es wieder mehr Unterricht zu Hause gibt. Der letzte Schultag vor den Herbstferien ist der 9. Oktober.

Merkel und Ministerpräsidenten beraten

An diesem Dienstag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder darüber beraten, wie man angesichts der anhaltenden Pandemie in den Herbst und Winter gehen soll. Niedersachsen hatte eigentlich weitere Lockerungen der landeseigenen Corona-Verordnung zum 1. Oktober anvisiert. Diese stehen nach Angaben von Ministerpräsident Weil allerdings auf dem Prüfstand. Eine Entscheidung darüber wird nach dem Gespräch in Berlin erwartet.

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