Johanniter versorgen schwitzende Autofahrer

Hannover - Die Motorradstaffel der Johanniter ist an heißen Tagen mit ihren ehrenamtlichen Fahrern wieder auf den Autobahnen im Norden unterwegs und verteilt Wasser – auch ein Hildesheimer Team ist dabei.

Hannover - Erfrischung für schwitzende und durstige Autofahrer: Die Motorradstaffel der Johanniter ist an heißen Tagen mit ihren ehrenamtlichen Fahrern wieder auf den Autobahnen im Norden unterwegs und verteilt Wasser. „Viele unterschätzen, dass sie bei dem warmen Wetter mehr Getränke als sonst mitnehmen müssen“, sagte Michael Scholz, der seit 15 Jahren Stauhelfer der Johanniter in Hannover ist.

Er und seine Kollegen betreuten bei den Einsätzen auf der A 7 und A 2 nun öfter dehydrierte Fahrer. Dann reiche es nicht aus, Wasser zu trinken, sondern Rettungskräfte müssten zu Hilfe gerufen werden. „Wir schwitzen selbst auch enorm. Wir verteilen nicht nur viel Wasser, wir trinken ein Drittel davon selbst“, beschrieb Scholz. „Wir müssen achtgeben, dass wir in der Schutzkleidung nicht überhitzen.“ Darin sei es schnell etwa 35 bis 38 Grad warm.

Motorradstaffel aus Hildesheim

Die Johanniter-Biker sichern auch Unfallstellen ab, bilden Rettungsgassen, empfehlen Umleitungen oder kümmern sich um Liegenbleiber. Dafür sind sie gut gerüstet: Im Gepäck haben sie etwa Pflaster und Spielzeug wie einen Teddy, der im Ernstfall Kinder trösten soll. Im Stau kommt zudem oft ein Adapter zum Urinieren zum Einsatz. Gerade für Frauen sei das wichtig, sagte Scholz.

Die Johanniter des Landesverbands Niedersachsen/Bremen haben sechs Motorradstaffeln, die in Hannover, Schwarmstedt, Hildesheim, Northeim, Salzgitter und Ahlhorn ansässig sind. Die rund 60 ehrenamtlichen Mitglieder sind jeweils von den Oster- bis etwa zu den Herbstferien im Einsatz. Pro Saison legen die Stauhelfer Tausende Kilometer zurück - im vergangenen Jahr waren es fast 100 000. Die Männer halfen 2018 dabei mehr als 900 Mal Menschen in Not.

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