Zeuge beobachtet

Nach Einbruch in Holle: Wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei

Holle - Bereits am Samstag hat die Polizei nach einem Einbruch in Holle drei Tatverdächtige festgenommen – das teilte sie am Montag mit. Die Männer flohen zunächst in einem Peugeot und konnten erst nach einer wilden Verfolgungsjagd gestellt werden.

Die Polizei hat am Samstag nach einem Einbruch in Holle drei Tatverdächtige festgenommen – das teilte sie am Montag mit. Die Männer flohen in einem Peugeot und konnten erst nach einer längeren Verfolgungsjagd gestellt werden. (Symbolbild) Foto: Chris Gossmann

Holle - Bereits am Samstag hat die Polizei nach einem Einbruch in Holle drei Tatverdächtige festgenommen – das teilte sie am Montag mit. Die Männer flohen zunächst in einem Peugeot und konnten erst nach einer Verfolgungsjagd gestellt werden. Die jungen Männer befinden sich seit Sonntag in Untersuchungshaft. Ein aufmerksamer Zeuge hatte den Einbruch beobachtet und die Polizei alarmiert.

Den Ermittlungen zufolge stehen die Beschuldigten in dringendem Tatverdacht, am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr in ein Wohnhaus in der Straße Frackenstieg in Holle eingestiegen zu sein – dort entwendeten sie Schmuckgegenstände. Dann kam der Zeuge ins Spiel, der auf den Einbruch aufmerksam wurde und die Polizei. informierte. Inzwischen waren die Tatverdächtigen mit einem Peugeot vom Tatort weggefahren. Mehrere Streifenbesatzungen nahmen die Fahndung nach dem Fahrzeug auf, sichteten es kurze Zeit später und nahmen die Verfolgung auf. Der Lenker fuhr den Peugeot mit hoher Geschwindigkeit zunächst über die Bundesstraße 6 und die Landesstraße 492 in Richtung der Tank- und Rastanlage Hildesheimer Börde Ost. Dort fuhr der Wagen auf die A 7 Richtung Hannover auf. An der Anschlussstelle Hildesheim Drispenstedt verließ der Wagen die Autobahn wieder, kam von der Fahrbahn ab und fuhr über eine Böschung. Dennoch konnte der Fahrer die Flucht fortsetzen – es ging weiter über die Bundesstraße 494 in Richtung Peine. Beim Auffahren auf die Bundesstraße wäre es beinahe zu einem Unfall mit anderen Fahrzeug gekommen.

Im Bereich Asel gestoppt

Im Bereich Asel wurde der Peugeot dann durch die Polizeifahrzeuge eingekeilt und zum Stillstand gebracht. Die drei Insassen wurden vorläufig festgenommen. Dabei handelt es sich um drei junge Männer, die nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei keinen festen Wohnsitz im Bundesgebiet haben. Allerdings konnte bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich bei einem von ihnen die Identität zweifelsfrei geklärt werden. Danach handelt es sich um einen 16-Jährigen, der auch das Fluchtfahrzeug gesteuert hatte – aber nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. In dem Auto fanden die Beamten mutmaßliches Diebesgut, das aus weiteren Straftaten stammen könnte. Zusammenhänge werden derzeit geprüft.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht am Sonntag Untersuchungshaft gegen die drei Tatverdächtigen, die im Anschluss in Jugendanstalten gebracht wurden.

Fahrerin/Fahrer gesucht, der in Gefahr geriet

Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Unter anderem sucht die Polizei die Fahrerin oder den Fahrer des Autos, das beim Auffahren des Fluchtwagens auf die B 494 gefährdet wurde – und mit dem es fast zur Kollision gekommen wäre. Die Betroffene oder der Betroffene wird gebeten, sich mit der Polizei Hildesheim unter 0 51 21 / 939-115 in Verbindung zu setzen.

Der Zeuge, der die Tat beobachtet hatte und sofort die Einsatzkräfte rief, wird von der Polizei ausdrücklich für sein geistesgegenwärtiges Handeln gelobt.

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