Neuregelung ab Montag

Neue Corona-Verordnung: Das ändert sich für Geimpfte und im Schulalltag

Hannover - Die Landesregierung hat ihre Corona-Verordnung geändert. Die Neuregelungen treten am Montag in Kraft. Sie betreffen vor allem bereits Geimpfte und den Schulalltag.

Für bereits vollständig Geimpfte gibt es in Niedersachsen jetzt Lockerungen. Foto: Chris Gossmann

Hannover - Das Land Niedersachsen hat Änderungen an seiner Corona-Verordnung vorgenommen. Die Änderungen betreffen vor allem bereits geimpfte Menschen, aber auch Schülerinnen und Schüler. Sie treten am Montag, 19. April in Kraft. Ansonsten wurde die bestehende Corona-Verordnung verlängert. Die bislang bekannten Regeln gelten also weiter.

Was ändert sich grundsätzlich für bereits vollständig Geimpfte?

Ab sofort entfällt der Pflicht zur Testung, wenn man seit mindestens 15 Tagen eine vollständig abgeschlossene Corona-Impfung mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff hat. Als Nachweis dient der Impfausweis oder eine Impfbescheinigung.

Was ändert sich in Heimen?

Lockerungen gibt es für vollständig Geimpfte speziell in den Alten- und Pflegeheimen. So müssen Beschäftigte mit vollständigem Impfschutz keine FFP-2-Maske mehr tragen. Es genügt eine medizinische Maske, also etwa eine sogenannte OP-Maske. „Das Tragen nur einer medizinischen Maske stellt vor dem Hintergrund der häufig auch körperlich anspruchsvollen Tätigkeit in der Pflege eine erhebliche Erleichterung dar“, erklärt Regierungssprecherin Anke Pörksen. Mitarbeitende ohne vollständigen Impfschutz müssen hingegen weiter eine FFP2- oder eine vergleichbare Schutzmaske tragen.



Besucherinnen und Besucher, die seit 14 Tagen vollständig geimpft sind, können die Heime ab sofort ohne Schnelltest betreten, Das gilt auch für andere, die ein Heim betreten wollen, etwa aus beruflichen Gründen. Für nicht Geimpfte bleibt die Testpflicht in Abhängigkeit vom Inzidenzwert bestehen.

Was ändert sich an den Schulen?

Die neue Verordnung sieht auch Änderungen für die Schulen im Land vor. Es gibt neue Ausnahmen für die Testpflicht. So dürfen Schülerinnen und Schüler künftig das Schulgelände auch ohne Test betreten, wenn sie eine Klassenarbeit schreiben oder eine Abschlussprüfung absolvieren müssen.

Ausnahmen gibt es ab sofort auch für diejenigen Menschen, die aus beruflichen Gründen das Schulgelände betreten müssen, also beispielsweise Mitarbeiter der Stadtreinigung oder von Lieferdiensten. Voraussetzung ist jedoch, dass diejenigen voraussichtlich keinen Kontakt zu Schülerinnen und Schülern oder Lehrkräften haben. Und schließlich wird auch an den Schulen eine Ausnahme von der Testpflicht für vollständig Geimpfte eingeführt.

Was gilt künftig bei der Einreise?

Geimpfte Menschen, die aus Risiko- oder Hochinzidenzgebieten einreisen, werden künftig ebenso behandelt wie diejenigen, die ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. „Diese Personen können künftig zudem von individuellen Schutzmaßnahmen wie Quarantänemaßnahmen ausgenommen werden, solange sie keine Symptomatik aufweisen“, erklärt Pörksen: „Grund ist, dass in beiden Fällen – negativ getestet oder vollständig geimpft – von einem deutlich reduzierten Ansteckungsrisiko auszugehen ist.“

Wer hingegen aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss auch mit Impfung nach wie vor in Quarantäne, da laut Landesregierung bestimmte Virusvarianten zu einer geringeren Wirkung des Impfschutzes führen können.

Wie begründet die Landesregierung die neuen Regelungen?

Das Land begründet die Neuregelung damit, dass das Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Woche festgestellt hat, dass nach gegenwärtigem Kenntnisstand das Risiko einer Virusübertragung durch Menschen, die vollständig geimpft wurden, spätestens ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer ist als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Menschen. Die Experten des RKI haben dazu verschiedene wissenschaftliche Studien zum Thema ausgewertet.

Die Landesregierung mahnt aber trotz Impfungen und Tests weiterhin zur Vorsicht. Diese böten eine zusätzliche, aber keine hundertprozentige Sicherheit, so Pörksen: „Regeln wie Abstand, Hygiene und das Tragen medizinischer Schutzmasken gelten folglich auch für geimpfte wie negativ getestete Personen weiter.“

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