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Neue Corona-Verordnung: Das gilt seit dem 25. Januar in Niedersachsen

Hannover - Medizinische Masken dürften künftig deutlich häufiger auf Niedersachsens Straßen zu sehen sein als bisher. In Geschäften und im Nahverkehr sind sie jetzt Pflicht. Die Kontaktbeschränkungen bleiben.

FFP2- oder OP-Masken sind jetzt in Geschäften und im ÖPNV vorgeschrieben Foto: Chris Gossmann

Hannover - In Niedersachsen gelten seit Montag die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Corona-Regeln. Dazu gehört eine verschärfte Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen von Betrieben und Geschäften sowie im Nahverkehr sind statt Alltagsmasken nur noch medizinische Masken zulässig. Die Vorgabe gilt ausdrücklich auch für dazugehörige Parkplätze.



Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen allerdings weiterhin Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich fünf Jahren sind weiterhin gänzlich von der Maskenpflicht ausgenommen.

Die Kontaktbeschränkungen

Die seit 10. Januar geltenden Kontaktbeschränkungen wurden bis zum 14. Februar verlängert. Danach dürfen sich die Mitglieder eines Hausstands nur mit einer weiteren Person treffen – auch im Privaten.

Ausnahmen gelten für Kinder bis drei Jahre sowie für Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung. Insbesondere die Grünen hatten dies als unzureichend kritisiert und weitere Lockerungen für Kinder gefordert.

Neue Homeoffice-Verordnung

Eine Bundesverordnung soll zudem dazu führen, dass mehr Menschen als bislang ihre Arbeit vom Büro ins Homeoffice verlagern. Diese Verordnung soll Mitte der Woche in Kraft treten und bis zum 15. März gelten.



Sie sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen müssen, „wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“. Arbeitgebervertreter hatten die Regelung überwiegend kritisch kommentiert.

Präsenzpflicht in Grundschulen aufgehoben

Leerer werden sollen auch die Schulen. Nach den Weihnachtsferien war Niedersachsen noch einen Sonderweg gegangen und hatte für Grundschüler und Abschlussklassen das Wechselmodell mit halben Klassen, die abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werde, vorgegeben. Daran hält die Regierung auch weiterhin fest, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Präsenzpflicht ist aufgehoben worden. Jetzt können also die Eltern entscheiden, ob sie die Schüler dieser Klassen in die Schule schicken oder nicht.



Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) rechnet damit, dass unter den neuen Voraussetzungen mehr als 75 Prozent der rund 885 000 Schüler im Distanzunterricht sind. Die Unterrichtsstunden zu Hause seien aber ausdrücklich keine Ferien, betonte Tonne.

Christopher Weckwerth, dpa

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