Eröffnung am Freitag

Neues Geschäft in der Bad Salzdetfurther Altstadt

Bad Salzdetfurth - Ab Freitag ist die Bad Salzdetfurther Altstadt um ein Geschäft reicher. Die 26-jährige Romy John macht sich selbstständig. So manchem wird die Frau bekannt vorkommen.

Donnerstag geht es los: Dann eröffnet Romy John ihren Stoff- und Wollladen in Bad Salzdetfurth. Foto: Ulrike Kohrs

Bad Salzdetfurth - Die Wände sind frisch gestrichen, die Regale aufgebaut und eingeräumt. Noch ein bisschen dekorieren, aufräumen – dann kann es losgehen. Am Freitag, 3. Dezember, will Romy John eröffne. Die 26-Jährige macht sich mit einen Stoff-, Woll- und Kurzwarengeschäft in der Bad Salzdetfurther Altstadt selbstständig.

Nähen und sammeln

Die junge Frau macht damit ihr Hobby zum Beruf. Sie näht leidenschaftlich gerne: für ihre Kinder, sich selbst, Freundinnen oder ihre Mama. „Außerdem sammele ich Stoffe“, bekennt sie. Etliche Meter feiner Stoffe mit besonderen Mustern hat sie gebunkert. „Manchmal sind die einfach zu schön und selten, um sie zu verarbeiten“, erzählt sie.

Als ihr heute sechsjähriger Sohn geboren wurde, fing Romy John eigentlich aus der Not heraus mit dem Nähen an. Der Junge war schlimm an Neurodermitis erkrankt. Die herkömmliche Industrie-Kleidung verschlimmerte die Hauterkrankung. „Bio-Stoffe haben ihm Erleichterung verschafft“, erinnert sie sich. Doch Babykleidung aus Bio-Stoffen sei sehr teuer. Also setzte sich die junge Frau an die Nähmaschine und nähte für ihren Sohn Bodys, Strampler und Hemdchen. Dabei habe sie die Leidenschaft zum Nähen gepackt – und die Erkenntnis ereilt, dass es keinen Spaß macht, die Stoffe immer online zu kaufen.

Frittenstoffe

Seit einigen Jahren wohnt Romy John zusammen mit Mann und Kindern in dem Fachwerkhaus Nummer 32 in der Oberstraße, im Erdgeschoss ist ein kleines Ladenlokal. In dem hat die ausgebildete Pflegeassistentin zunächst eine Kinderbetreuung angeboten. Doch seit einiger Zeit steht der Laden leer. Damit ist nun Schluss. Sie hat renoviert, geräumt und ihr Geschäft „Frittenstoffe“ eingerichtet. Den ungewöhnlichen Namen hat der Laden übrigens vom Nachwuchs der Johns. Die Kinder werden von ihren Eltern nämlich liebevoll Fritten genannt. „Fritten liebt doch wirklich jeder“, erklärt sie und Spatz oder Maus würden schon genug Kinder von ihren Eltern genannt. Aber es gebe weit mehr als nur Stoffe für Kinderkleidung zu kaufen, John hat unter anderem Wolle und Kurzwaren im Angebot. Vieles in Bio-Qualität.

Die Geschäftstüchtigkeit hat sie von den Eltern übernommen. Ihre Mutter, Tanja Schnoege, betreibt gegenüber dem Marktplatzes die Boutique Kronprinzessin. Dort arbeitet John weiterhin mit, lässt sich auch für die Facebookseite ihrer Mutter filmen und führt neue Kleidungsstücke vor. „Darauf werde ich oft angesprochen“, freut sie sich.

Erweiterung am Marktplatz

Die Kronprinzessin wird derzeit erweitert. Schnoege hat die Räumlichkeiten übernommen, in denen bislang der Studienkreis war. Mitte Januar soll der Anbau eingeweiht werden. Dann wird die Kronprinzessin auch vom Marktplatz aus zu erreichen sein. Der Seiteneingang bleibt als barrierefreier Zutritt erhalten.

Frittenstoffe hat künftig dienstags, donnerstags, freitags und sonnabends jeweils von 9 bis 12 und donnerstags auch von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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