Corona-Pandemie

Niedersachsen hält Freigabe der Impfungen für alle noch im Mai für möglich

Hannover - Bisher werden vor allem Menschen über 70 Jahre geimpft. Schon bald könnten auch die unter 70-Jährigen an die Reihe kommen. Wie das Land Niedersachsen die aktuelle Situation einschätzt.

Niedersachsens neue Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) steht den Journalisten in der wöchentlichen Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs Rede und Antwort. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Das Land Niedersachsen geht davon aus, dass schon in einigen Wochen die Priorisierungen bei den Corona-Impfungen aufgehoben werden können. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) sagte am Dienstag bei der Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs, wenn alles so komme wie geplant, „werden wir uns sicher gegen Ende Mai von der Priorisierung verabschieden“ können. „Wir können uns dann darauf fokussieren, dass alle geimpft werden können, die geimpft werden wollen.“ Anfang Mai werde man zunächst die über 60-Jährigen mit in die Impfkampagne einbeziehen.



Behrens äußerte sich zuversichtlich, dass die Impfkampagne in Niedersachsen im April Fahrt aufnimmt. Aktuell hätten 12,2 Prozent der Bürger eine Erstimpfung erhalten. „Wir werden mit Stand Ende April bei 20,7 Prozent landen“, sagte Behrens. Bis Ende Mai könnten 26 Prozent der Menschen geimpft sein.

Impfen in Niedersachsen: Mehr in Praxen als in Impfzentren

Nicht enthalten in den Quoten sind laut Behrens die Impfungen in den Arztpraxen, die am Mittwoch beginnen sollen. Rund 9000 Arztpraxen im Land erhalten zunächst zwischen 20 und 50 Dosen pro Woche. „Das ist ein ganz wichtiger Meilenstein“, sagte Behrens. Wahrscheinlich werde es im Mai mehr Impfungen in Praxen als in den Impfzentren geben. Letztere sollen im April wöchentlich 215.000 Dosen erhalten, alle Lieferungen darüber hinaus gehen laut Behrens an die Ärzte.



Für Mai setzt das Land außerdem auf die Unterstützung von Unternehmen. „Wir sprechen mit großen Unternehmen, ob sie eigene Impfzentren aufbauen können“, sagte Gesundheitsministerin Behrens. Größere Firmen sollten dabei möglichst dabei helfen, kleinere bei den Impfungen mitzuversorgen.

Von Ralf Heußinger

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