Behandlung in MHH

Niedersachsen nimmt italienische Corona-Patienten auf

Hannover - Niedersachsen will nach einer Anfrage aus Italien Corona-Patienten aus dem Land aufnehmen.

Italien ist derzeit besonders stark vom Coronavirus betroffen. Weil die Krankenhäuser überlastet sind, nimmt unter anderem auch Niedersachsen Intensivpatienten zur Behandlung auf. Foto: LaPresse/AP

Hannover - Niedersachsen will nach einer Anfrage aus Italien Corona-Patienten aus dem Land aufnehmen. „Wir planen auch italienische Patienten aufzunehmen und zu unterstützen“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag in Hannover.

„Das ist finde ich Teil der europäischen Solidarität, andere Bundesländer machen das auch.“ Vorläufig gehe es um zehn Patienten, die in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) behandelt werden sollen. Zur Zeit verfüge Niedersachsen über 500 freie Intensivbetten. Die Kapazität wird derzeit massiv erhöht.

„Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe“

„Die Aufnahme von zehn Intensivpatienten aus Norditalien ist ein kleines Zeichen der Solidarität und der Nächstenliebe“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). „Wir fühlen uns den Menschen in Italien eng verbunden – auch weil viele Niedersachsen aus diesem wunderschönen Land stammen, das jetzt eine so dramatische Zeit durchleben muss.“ Niedersachsen könne allerdings angesichts der auch hier stark ansteigenden Fallzahlen nicht mehr als zehn Intensivbetten zur Verfügung stellen.

Weil sagte, am vergangenen Wochenende habe sich der deutsche Botschafter in Rom mit einer Unterstützungsbitte an ihn gewandt. Der ehemalige Ministerpräsident Italiens und Ex-Wettbewerbskommissar Mario Monti habe gefragt, ob einzelne Intensivtherapie-Patienten aus Norditalien in Deutschland behandelt werden könnten.

Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel