Notfallmechanismus

Niedersachsen sieht Grenze für Corona-Neuinfektionen bei „30 bis 35“

Hannover - Niedersachsen will den Notfallmechanismus, der bei neuen Corona-Infektionen greift, strenger auslegen als bundesweit vereinbart.

Die Hildesheimerin Claudia Schröder ist Abteilungsleiterin Gesundheit im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und spricht auf den regelmäßigen Pressekonferenzen in Hannover. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover - Niedersachsen will den Notfallmechanismus, der bei neuen Corona-Infektionen greift, strenger auslegen als bundesweit vereinbart. Die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sei „die absolute Obergrenze“, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Montag in Hannover. In Niedersachsen sei man sich einig, dass „die Interventionsgrenze (...) eigentlich bei 30 bis 35“ liegen müsse. Mit den Kommunen sei das bereits besprochen.



Allerdings müssten Lockerungen bei Überschreiten der Marke nicht für die gesamte Bevölkerung zurückgenommen werden, wenn sich der Infektionsherd klar verorten lasse. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte eine strengere Auslegung schon vergangene Woche angekündigt, allerdings ohne einen neuen Grenzwert zu nennen.

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