Corona-Pandemie

Niedersachsen vergibt ab Donnerstag Impftermine – doch es gibt nur wenige Dosen

Hannover - Das Land hält am Plan fest, am 28. Januar die Terminvergabe für Corona-Impfungen zu öffnen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Hotline überlastet ist. Außerdem steht kaum Impfstoff zur Verfügung.

Wie geht es mit den Impfungen in Niedersachsen weiter? Foto: Chris Gossmann (HAZ Archiv)

Hannover - Die Impfkampagne in Niedersachsen wird auch in den nächsten Wochen nur langsam vorankommen. Nach Angaben der Landesregierung erhält das Land nach wie vor weniger Impfstoff als geplant.

Am Donnerstag, 28. Januar, will Niedersachsen gleichwohl mit der Terminvergabe für Menschen über 80 Jahre starten, die nicht in Heimen wohnen. „Wir öffnen um 8 Uhr die Hotline und auch das Impfportal“, kündigte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung in Niedersachsen, Heiger Scholz, am Dienstag in der wöchentlichen Pressekonferenz an. Die Telefonnummer lautet (0800) 99 88 665, online kann man Termine auf www.impfportal-niedersachsen.de vereinbaren.



Scholz warnte jedoch davor, dass es nur sehr wenige Termine geben werde. „Die allermeisten werden auf die Warteliste gesetzt werden.“ Das Land rechnet zudem damit, dass es zu einer Überlastung der Hotline kommt. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Hotline dem Ansturm nicht gewachsen sein wird am Anfang“, so Scholz.

31.500 Impfdosen

Von nächster Woche an sollen 31.500 Dosen zur Verfügung stehen, sagte Scholz . Die Hälfte davon solle an die Altenheime gehen, denn dort seien bisher lediglich rund 60 Prozent der Menschen immunisiert. Nur in sechs Landkreisen seien die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen schon abgeschlossen. Diese hätten deshalb weiter Vorrang.

„Der Impfstoff ist extrem begrenzt“, stellte Scholz klar. „Man muss weiterhin Geduld haben.“ Es bat um Verständnis dafür, dass die Bürger nicht davon ausgehen könnten, gleich Anfang Februar einen Termin zu erhalten.

Verschärfte Lockdown-Regeln seit Montag

Bundesweit war der Lockdown und die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in der vergangenen Woche vorerst bis zum 14. Februar verlängert worden. Unter anderem wurde die Maskenpflicht verschärft. So dürfen seither beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr nur noch medizinische Masken oder Masken, die dem FFP2-Standard entsprechen, getragen werden.



Bei den Impfungen geht es nur zögerlich voran. Hersteller melden zum Teil Lieferengpässe, sodass der Impfstoff nicht in erwartetem Maße zur Verfügung steht. Zudem gab es Pannen beim Versand der Impfhinweise an über 80-Jährige.

Von rah/güm

Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel