Tokio - Die dreifache Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze hat bei den Olympischen Spielen die Bronze-Medaille im Sprint verpasst. Die 23 Jahre alte Hildesheimerin, die nun in Cottbus lebt, hatte von Gold im Sprint geträumt. Die Weltmeisterin verlor jedoch ihr Halbfinale gegen die spätere Olympiasiegerin Kelsey Mitchell aus Kanada in drei Läufen und verfehlte damit auch die Nachfolge von Rio-Gewinnerin Kristina Vogel, die im ZDF kommentierte. “Emma ist ein wahnsinnig junges und talentiertes Mädchen. Sie kann in drei Jahren in Paris wiederkommen und es anders machen“, sagte Vogel.
Im kleinen Finale war bei Hinze dann die Luft raus. Gegen Lee Wai-Sze aus Hongkong verlor die 23-Jährige beide Läufe sichtlich müde klar. Die kurzen Erholungspausen bemängelte auch Maximilian Levy. “Da muss sich der Weltverband etwas einfallen lassen. Emma hat das wohl die Medaille gekostet“, sagte der 34-Jährige. So landete Hinze auf Platz vier.
Olympia-Sieg geht nach Kanada
Olympiasiegerin wurde die Kanadierin Kelsey Mitchell durch ein 2:0 gegen die Ukrainerin Olena Starikowa, die Lea Sophie Friedrich (Dassow) im Viertelfinale ausgeschaltet hatte.
Hinze hatte zum Auftakt mit Lea-Sophie Friedrich Silber im Teamsprint gewonnen, dann aber jeweils im Keirin enttäuscht. Die Königsdisziplin Sprint war die letzte Medaillenchance. In Rio 2016 hatte Kristina Vogel Gold im Sprint geholt.
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Die deutschen Bahnrad-Asse sind am letzten Tag der olympischen Wettbewerbe im Velodrom von Izu leer ausgegangen und damit in der Endabrechnung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das Gold des Frauen-Vierers sowie Silber im Teamsprint von Hinze und Lea Sophie Friedrich stehen letztlich in der Bilanz der Sommerspiele.
