Mehr Streifen

Polizei erhöht Präsenz auf Weihnachtsmärkten im Kreis Hildesheim – und warnt vor Taschendieben

Hildesheim - Die Polizei schickt vermehrt Streifen auf die Weihnachtsmärkte in Stadt und Landkreis Hildesheim. Zugleich warnen die Beamten vor Taschendieben und geben Tipps.

Die Polizei verstärkt die Präsenz auf den Weihnachtsmärkten im Kreis Hildesheim. Foto: Philipp Schulze/dpa

Hildesheim - Die Polizei erhöht die Präsenz auf den Weihnachtsmärkten in Stadt und Landkreis Hildesheim. „Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Standbetreiber sollen sich sicher fühlen“, erklärt Polizeisprecher Jan Makowski auf HAZ-Anfrage. Die Polizei ist deswegen vermehrt sichtbar mit Fußstreifen unterwegs und ansprechbar für Besucher und Schausteller – und will auf diesem Weg auch mögliche Straftäterinnen und Straftäter wie zum Beispiel Taschendiebe abschrecken. Hinweise darauf, dass sich Gäste auf dem Hildesheimer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr vermehrt unsicher fühlen, gebe es allerdings derzeit nicht. Die Maßnahme sei reine Prävention.

Taschendiebe nutzen das dichte Gedränge zwischen Glühwein- und Kunsthandwerkerständen oft für ihre Zwecke, so die Polizei. Täter agieren demnach oftmals professionell und in Teams. Exemplarisch sei der „Rempel-Trick“, der folgendermaßen funktioniert: Die erste Person rempelt das potenzielle Opfer an, die nächste Person greift in die Jacken- oder Handtasche und nimmt die Beute an sich. Eine dritte Person verschwindet dann mit dem Diebesgut in der Menschenmenge.



Die Polizei rät Besucherinnen und Besuchern, möglichst wenig Wertsachen mitzunehmen. Dokumente, Kreditkarten oder ein hoher Geldbetrag sollten demzufolge besser zuhause bleiben, wenn sie nicht benötigt werden.

Das sind konkrete Tipps der Beamten, mit denen man sich vor Taschendiebstahl schützen kann:

  • Tragen Sie zum Beispiel Geldbörsen in verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
  • Benutzen Sie einen Brustbeutel, die Innentasche eines Gürtels, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
  • Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche oder Einkaufskorb, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.
  • Seien Sie aufmerksam und vorsichtig, wenn Sie durch fremde Personen abgelenkt werden und diese eine unangebrachte Nähe zu Ihnen herstellen.
  • Wenn es doch zu einem Diebstahl kommt, müssen Sie umgehend handeln: Ist Ihnen Ihre Zahlungskarte abhandengekommen, lassen Sie diese sofort sperren (Sperr-Notruf 116 116). Beachten Sie, dass Sie Ihre Karte(n) nur dann über den Notruf sperren lassen können, sofern sich Ihre Bank dem Notruf angeschlossen hat. Ansonsten wenden Sie sich direkt an Ihr Kreditinstitut. Damit Ihre Debitkarte (z.B. girocard, früher ec-Karte) auch für das elektronische Lastschriftverfahren (SEPA Lastschrift) gesperrt werden kann, für das nur eine Unterschrift und keine PIN benötigt wird, müssen Sie den Diebstahl der Polizei melden. Nur dort kann eine sogenannte freiwillige KUNO-Sperrung bei den Handelsunternehmen veranlasst werden. Erst dann wird die Karte beim Bezahlen in Geschäften auch im Lastschriftverfahren abgelehnt.
  • Wichtig: Zeigen Sie einen Diebstahl auch bei der Polizei an! Prüfen Sie sorgfältig Ihre Kontobewegungen und reklamieren Sie unberechtigte Abbuchungen bei Ihrer Bank. Taschendiebinnen und -diebe wenden die verschiedensten Tricks an, um an ihre Beute zu kommen. Eine Aufstellung dieser Maschen finden Sie hier: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/taschendiebstahl/

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