In Hameln

Nach Zwillingsgeburtstag mit 30 Gästen: Party-Gäste erwarten Bußgelder

Hameln - In Hameln hat die Polizei einen Kindergeburtstag aufgelöst, bei dem sich illegal 30 Personen in einer Wohnung getroffen haben. Nun erwarten zumindest die Erwachsenen Konsequenzen.

Auf die Feiernden kommt ein Bußgeld zu. Foto: Christian Gossmann (HAZ Archiv)

Hameln - Kinder-Party trotz Corona-Pandemie: Die neunjährigen Zwillinge Mario und Vanessa sollen gerade die Kerzen auf ihrer Geburtstagstorte ausgepustet haben, als die Polizei klingelte. Dann muss es hektisch geworden sein in der Wohnung in der Hamelner Innenstadt (Niedersachsen).

Offenbar wussten die 30 Erwachsenen und Kinder, dass ihre Feier angesichts der Corona-Regeln illegal ist, denn: Sie versuchten noch, sich vor den Beamten zu verstecken. Eine Frau schloss sich mit fünf Kindern in der Toilette ein, andere krochen in Schränke oder versteckten sich hinter Türen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte.

Polizei durchsuchte Wohnung

Genützt hat das Versteckspiel den großen und kleinen Gästen aber nichts. Die Beamten durchsuchten die Wohnung und entdeckten die Gäste. Die Feier wurde aufgelöst und Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die 15 anwesenden Erwachsenen eingeleitet.

Für die dürfte die illegale Party teuer werden: Jeden Erwachsenen erwarte wohl ein Bußgeld von 150 Euro, sagte eine Sprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont am Donnerstag. Ob auch Kinder belangt werden, hänge von deren Alter ab. Laut Polizei waren einige im Alter der Geburtstagskinder, andere jünger.

Hinweisgeber möchte anonym bleiben

Den Hinweis auf die illegale Feier am Dienstag habe vermutlich ein Nachbar der Polizei gegeben. Dieser habe anonym bleiben wollen, sagte der Polizeisprecher. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verbieten Treffen mit vielen Gästen. Erlaubt sind ein Haushalt plus eine Person aus einem weiteren Haushalt.

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