Vierstellige Summen gefordert

Polizei Hildesheim fahndet nach dubiosen Handwerkern – und bittet um Hilfe

Hildesheim - Die Polizei sucht Betrüger, die sich als Handwerker ausgaben und Hildesheimer Hausbesitzern versprachen, vermeintlich defekte Dachrinnen zu reparieren. Dann forderten sie horrende Preise für ihre Dienstleistungen.

Die Männer gaben in zwei Hildesheimer Stadtteilen an, vermeintlich defekte Dachrinnen reparieren zu müssen. Dann forderten sie sehr viel Geld. Foto: HAZ-Archiv

Hildesheim - Die Polizei warnt vor dubiosen Handwerkern: Bereits Mitte und Ende Mai tauchten Handwerkerkolonnen bei zwei Hausbesitzern in Bavenstedt und Himmelsthür auf.

Die Arbeiter boten die Reinigung und Instandsetzung von vermeintlich beschädigten Dachrinnen an den Häusern an. Nach etwa jeweils zweistündigen Einsätzen verlangten die Unbekannten, entgegen zuvor gemachten Angeboten, horrende Summen von den Hausbesitzern.

Fall eins: Bavenstedt

In Bavenstedt erschienen die Handwerker am 20. Mai bei einem 56-Jährigen und redeten auf ihn ein, dass seine Dachrinne unbedingt repariert werden müsse. Dies sei jedoch keine große Sache und könne für 100 Euro pro Hausseite erledigt werden, versprachen sie – so teilt es die Polizei in einer Erklärung mit.

Nachdem der Bewohner zugestimmt hatte, standen am Ende mehrere der Männer vor ihm und verlangten nun einen mittleren vierstelligen Betrag. Der 56-jährige konnte den Preis zwar um einige hundert Euro herunterhandeln, bezahlte jedoch die hohe Summe, da er sich durch die Personen eingeschüchtert gefühlt habe.

Fall zwei: Himmelsthür

Der zweite Fall ereignete sich sechs Tage später am 26. Mai in Himmelsthür. Hier sollten die Dachrinnen am Haus eines Ehepaares gereinigt werden. Dabei sei festgestellt worden, so die Männer, dass diese undicht seien. Daher sollten sie repariert werden. Ein fester Betrag wurde zuvor nicht ausgemacht, die Arbeiten sollten aber für „einen guten Preis“ ausgeführt werden. Auch hier lag die geforderte Summe letztendlich bei einem mittleren vierstelligen Betrag – den das Ehepaar auch bezahlte.

Wie die Polizei Hildesheim mitteilt, dürfte es sich in beiden Fällen um dieselben Handwerkerkolonnen gehandelt haben. Die Männer waren mit zwei Transportern unterwegs, an denen osteuropäische Kennzeichen angebracht waren. Sie unterhielten sich untereinander in vermutlich ost- oder südosteuropäischer Sprache.

Polizei bittet um Mithilfe

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Betruges ein. Sollten die Kolonnen bei weiteren Hausbesitzern auftauchen, wird darum gebeten, die Polizei unter 05121/939-115 zu informieren. Ferner rät die Polizei, bei derartigen Angeboten Vorsicht walten zu lassen und im Zweifel von einer Auftragsvergabe Abstand zu nehmen.

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