Drogen-Fund am Moritzberg

Mutmaßliches Hildesheimer Drogen-Duo aufgeflogen

Hildesheim - Mutter und Sohn sollen am Moritzberg mit Drogen gedealt haben. Am Donnerstag rückte die Polizei an.

In der Wohnung der beiden Beschuldigten stellten die Polizisten unter anderem Marihuana und Ecstasy-Tabletten sicher. Foto: Polizei

Hildesheim - Eine Mutter und ihr Sohn sollen in ihrer Wohnung am Moritzberg einen schwunghaften Drogenhandel betrieben haben. Am Donnerstag rückten Ermittler der Hildesheimer Polizei bei den beiden an und stellten Beweismaterial sicher.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag meldeten, kamen die Ermittler dem Duo durch einen Hinweis auf die Schliche. Bereits im Juni meldeten Zeugen, dass in der Wohnung Drogen sowohl konsumiert als auch vertrieben werden könnten.

Auffällig oft Besucher

Laut Polizeisprecher Jan Makowski machten sich darauf Beamte des 2. Fachkommissariats, das unter anderem im Zusammenhang mit Betäubungsmittel-Straftaten ermittelt, ihre Arbeit auf und befragten weitere Zeugen, nahmen die Bewohner näher unter die Lupe. Dabei erhärtete sich offenbar der Verdacht gegen die 43-jährige Frau und ihren 18-jährigen Sohn, die gemeinsam in der Wohnung leben.

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Unter anderem sollen in der Wohnung auffällig oft Besucher aufgekreuzt sein, die allerdings stets schnell wieder das Haus verlassen haben. Auch dieser Kundenverkehr überzeugte schließlich das Amtsgericht Hildesheim, auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss zu erlassen. Am Donnerstagvormittag rückte deshalb die Polizei an. Dabei waren auch zwei Diensthundeführer mit ihren Rauschgiftspürhunden im Einsatz.

Das fand die Polizei

Sprecher Makowski zufolge wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Dazu zählten Marihuana, Amphetamine, Ecstasy-Tabletten. Auch ein dritter Mann, der nicht zur Familie gehört, geriet durch die Durchsuchung in Verdacht. Er könnte gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben. In der Wohnung wurde auch ein Elektroschocker gefunden, der als Taschenlampe getarnt ist – laut Waffengesetz ist in dieser verboten.

Polizei und Staatsanwaltschaft unterstreichen, dass die Ermittlungen in dem Fall noch andauern. Die beiden Tatverdächtigen sind noch nicht ausführlich befragt worden, zudem erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf Hintermänner der mutmaßlichen Drogenhändler.

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